Die Idee stammt von der isländischen Künstlerin Elin Hansdóttir. Ihr Projekt Aeolsharfe überzeugte die Jury des Neuen Sächsischen Kunstvereins, der einen künstlerischen Wettbewerb ausgerufen hatte. Auftraggeber war die Gemeinde Boxberg.Fünf Künstler waren zur Teilnahme aufgefordert. Die Prämisse: In der Umsetzung soll das Kunstwerk nicht mehr als 50 000 Euro kosten. Die Ergebnisse präsentierten Jürgen Uwe Ohlau und Karin Weber vom Kunstverein während einer Sitzung des Gemeinderates. Zur Umsetzung empfiehlt der Verein die"Aeolsharfe" von Elin Hansdóttir, die das bestehende Geländer der Plattform durch eine Windharfe ersetzt. "Es ist Kunst, die aber auch benutzt werden kann und die Sicherheit gewährleistet", so Jürgen Uwe Ohlau. "Es ist eine poetische Umsetzung landschaftlicher und atmosphärischer Gegebenheiten, von Wasser und Wind." Die Künstlerin will den Besucher in den Mittelpunkt stellen. Besonderer Clou: an jedem Standort hört sich der Klang der Aeolsharfe anders an. "Er ist wie ein Feenhauch am Ohr", sagt Karin Weber. "Tango Apilado" von Via Lewandowsky ist die Empfehlung für einen möglichen zweiten Standort am See. Es stellt zwei ineinander verschlungene Peitschenlampen dar, die sich umeinander winden. Der Glaskörper leuchtet lavarot und tagsüber ist ein Brummen und Knistern zu hören, das an einen Kurzschluss erinnert, sich bei genauerem Hinhören aber als Tangorhythmen entpuppen. "Leuchtfeuer" von Gereon Lepper besteht aus zwei zehn Meter hohen figurenartigen Elementen, die sich bewegen und nachts grün und blau leuchten. In der Mitte befindet sich ein klingendes Windspiel."Kanon" von Stella Pfeiffer: Die Künstlerin will drei mit Plexiglas verbundene Stelen errichten, die in der Größe unterschiedlich sind und die See-Anrainer Boxberg, Klitten und Uhyst symbolisieren. "Verankert" von Jan Philip Scheibe: Der Hamburger hat eine 5,60 Meter hohe Metallsäule entworfen, die die Seemannsmotive Anker, Herz und Möwe aufgreift und die nachts blau leuchtet.