Sie berichten von dem Segeltörn über die Ostsee mit der Crew der Abel Tasman:

Nach einer langen Reise zum Kieler-Hafen betraten die Schüler den Zweimastschoner "Abel Tasman" mit einer Länge von 40 Metern und einer Höhe von 28 Metern. Nach Einweisung durch Kapitän Jeroen und Matrosen Maurice in die Aufgaben, welche die Schüler zu erledigen hatten, ging es am ersten Tag noch ruhig zu, da kaum genügend Wind war. Dies störte manche Schüler aber nicht, da sie nun die Gelegenheit hatten, im Meer baden zu gehen. Deshalb ankerte die "Abel Tasman" mitten auf dem Meer - Land war nicht in Sicht. Allerdings war in den nächsten vier Tagen der Wind optimal zum Segeln, sodass die Segelcrew erstmals 240 Seemeilen zurücklegen konnte. Außerdem zeigte sich die Sonne jeden Tag von ihrer besten Seite. Nur am letzten Tag ließ das gute Wetter auf sich warten, sodass man Regenjacke und Schal herausholen musste. Mit einer Schräglage von bis zu 25 Grad Celsius und einer Geschwindigkeit von acht Knoten segelte die "Abel Tasman" über das Meer. Doch das sollte die Gruppe nicht vom Essen der Kartoffel- und Gulaschsuppe abhalten, denn so wie an allen Tagen zuvor, bereiteten ausgewählte Teams für die gesamte Besatzung leckere Speisen zu. Durch das gesunde Essen hatten die Schüler ausreichend Kraft, um gemeinsam die Segel zu setzen und abwechselnd das Schiff zu steuern. Nachdem die Gruppen am Tag ihre Aufgaben erledigt hatten, wie zum Beispiel verschiedene Vorträge halten, konnten sie entweder an Land gehen und den Hafen erkunden oder den Tag auf dem Schiff ausklingen lassen.

Zu Gast beim "Schwarzen Müller"

Margit Herrmann berichtet von einem Ausflug des BSV-Ortsverbandes Finsterwalde zur Krabatmühle nach Schwarzkollm:

Einige Finsterwalder kamen auch als Gäste mit. Die Fahrt ging vorbei am größten in Betrieb genommenen Windrad am Lausitzring und an der Gartenstadt Lauta, einem Kleinod in dieser Gegend. Gleichzeitig konnten wir einiges von der Lausitzer Seenkette erspähen. An der Krabatmühle in Schwarzkollm wurden wir vom "Schwarzen Müller" willkommen geheißen und in die Geschichte der Karabatmühle eingeführt. Der Schriftsteller Otfried Preußler hat diese Geschichte weltberühmt gemacht, einige Verfilmumgen gibt es ebenfalls. Mit Freude hörten wir von den guten Werken des Krabat, den es tatsächlich gab. Als kluger Mann kam er vom Dresdner Hof zurück, organisierte, wenn man so will, in der Gegend um Schwarzkollm die erste Bodenreform, indem er Land kaufte und dieses unter der armen Bevölkerung aufteilte. Somit hatten die Menschen zur damaligen Zeit ihr täglich Brot. Außerdem ließ Krabat Schulen bauen, weil es schon damals ohne Bildung nicht ging. Er war ein durch und durch umsichtiger Mensch. Wer Land zu bestellen hatte und wessen Kindern Bildung zukam, der war ortsansässig. Die Menschen um Schwarzkollm müssen noch Gene von Krabat geerbt haben. Denn wenn man diesen Enthusiasmus erlebt, mit dem dort die sich auch ständig auftürmenden Probleme angegangen und gemeistert werden, ist man sprachlos. Geht nicht gibt es dort nicht! Bewundernswert sind ihre Einfälle. Am ständigen Fortschreiten der Bauten ist dies gut zu erkennen. Dabei werden alle Materialien verwendet, die in der Umgebung von Abrissscheunen, -mühlen und -häusern stammen. Dort wird wirklich alles ökologisch und ökonomisch bis ins letzte Detail durchdacht, eingesetzt und nach altem Vorbild gebaut. Der sich mehrende Zuspruch gibt den Machern zusätzlichen Auftrieb. Der "Schwarze Müller" hat unsere Gruppe mit viel Verständnis und einem unglaublichen Schatz an Wissen geführt, seine Anekdoten bereicherten diese Führung sehr. So hat er uns das Herzblut, das in jedem dieser wiedererstandenen Gebäude steckt, spüren lassen.Viele unserer Vereinsmitglieder äußerten ganz spontan, dass sie Schwarzkollm auf jeden Fall mit ihren Enkeln besuchen werden. Ein sehr gelungener Nachmittag für alle Beteiligten!

Puppentheater für Jugendliche?

Madeleine Jentschke und Vivien Metzner aus der Klasse SP 11b des Oberstufenzentrums Elbe-Elster berichten über den Besuch eines Puppentheaters:

Die Erzieherklassen des 2. und 3. Ausbildungsjahres am OSZ Elbe-Elster hatte die Möglichkeit, im Rahmen des Internationalen Puppentheaterfestivals eine Vorstellung des Figurentheaters Tandera zu besuchen.

Das Stück "1944 - Es war einmal ein Drache" erzählt die Geschichte von KZ-Häftlingen, den Frauen von Ravensbrück, die unter schwierigsten Bedingungen für die Kinder im Lager heimlich ein Weihnachtsfest vorbereiten und gestalten.

Auch wir werden im Rahmen des Unterrichtes Puppentheaterstücke erarbeiten und sie dann in verschiedenen Kindereinrichtungen aufführen. Damit kamen wir als interessierte, kritische Betrachter, die sich von den Profis gern ein paar Tricks und Kniffe abschauen wollten ins Finsterwalder Kreismuseum.

Niemand von uns zukünftigen Erziehern konnte sich auch nur ansatzweise vorstellen, was die Menschen 1944 durchleben mussten. An sich ein schwieriges Thema - wie das nun mit Puppen darstellen? Wir waren sehr gespannt.

Bereits nach den ersten Minuten hatten es die Darsteller geschafft, uns in ihren Bann zu ziehen. Es war mucksmäuschenstill. Mit scheinbar einfachen Requisiten haben uns die Darsteller und ihre Puppen nicht nur in eine andere Zeit entführt, sie erreichten uns auch emotional auf vielen Ebenen, wir waren gerührt, bekamen Gänsehaut, konnten aber auch lachen - wir durchlebten eine Achterbahn der Gefühle.

Wir waren insgesamt schwer beeindruckt und konnten erleben, dass Puppentheater kein Kinderkram ist, sondern auch Jugendliche ansprechen und zum Nachdenken bewegen kann.

Wir wünschen uns, dass ein so qualitativ hochwertiges Puppentheater weiterhin einen festen Platz im Kulturleben des Elbe-Elster-Kreises behält und auch für uns Schüler finanziell erschwinglich bleibt.

Ältere im Straßenverkehr

Als Freund der Verkehrswacht berichtet Siegfried Richter aus Finsterwalde über eine Verkehrsteilnehmerschulung:

Zum Thema Ältere im Straßenverkehr hat die Kreisverkehrswacht Finsterwalde die Bürger eingeladen. Lektor Herr Stefan Wagenmann, Leiter des Verkehrsamt des Elbe-Elster-Kreis, gab einen Überblick über die Unfallbilanz des letzten Jahres im Kreis und ging besonders auf die Unfallverursacher ein. Für die meist älteren Zuhörer war es beruhigend zu hören, dass Ältere an der Unfallbilanz nicht wesentlich höher beteiligt waren. Dass im Alter die Reaktion nachlässt, ist jedem bekannt und jeder muss selbst entscheiden , ob und wie lange er ein Kfz im Straßenverkehr führen will. Es wurde klargestellt, das eine Überprüfung zum Führen eines Kfz im höheren Alter nur in Ausnahmefällen angeordnet werden kann. Für bestimmte FE-Klassen sind regelmäßige Untersuchungen erforderlich.

Es wurden Fragen gestellt zur Benutzung von Radwegen, weil man täglich sieht, wie verkehrswidrig sich Radfahrer verhalten. Hierzu wurde eindeutig dargelegt, dass ein Radweg nur dann benutzt werden muss, wenn es durch die Verkehrszeichen Radweg gekennzeichnet ist. Nicht immer ist klar, ist es ein Radweg oder nicht, da vieler Orts gerade bei neu angelegten Gehwegen die Wege in verschiedenen Farben oder durch ein Teilstrich markiert sind.

Wenn ein benutzungspflichtiger gekennzeichneter Radweg praktisch nicht benutzbar oder unzumutbar ist z.B. parkende Kfz oder andere Hindernisse oder fehlende Schneeräumung, entfällt die Benutzerpflicht. Auf den Gehwegen darf nicht ausgewichen werden, da dieser den Fußgängern vorbehalten ist.

Dzien dobry, herzlich willkommen

Polnische Schüler und Lehrer waren an der Grund- und Oberschule Elsterwerda zu Gast. Darüber berichtet C. Neustadt:

Für fünf Tage weilte eine Delegation aus Potulice zu Besuch bei ihren deutschen Freunden. Ohne Kontaktschwierigkeiten ging es nach einer kurzen Begrüßungsrunde sofort in die Gastfamilien. Am zweiten Tag trafen sich Schüler und Lehrer in der Aula. Gegenseitig halfen sich die deutsch-polnischen Paare bei der Erarbeitung von Steckbriefen. Aufgabe war, sich in der jeweils anderen Sprache vorstellen zu können. Bei der abschließenden Präsentation lernten sich alle besser kennen. Bunt ging es beim anschließenden "Schnupperunterricht" weiter. Ein farbiges Tuch wurde zum "Kreisel", "Dach" oder "Zirkuszelt". Die Schüler des Wahlpflichtbereiches Zirkus zeigten den Gästen das Jonglieren und Einradfahren. Mit Spaß und Freude wurde mit Bällen, Reifen oder Tellern probiert und geübt.

Am Nachmittag folgten zwei Höhepunkte des diesjährigen Schüleraustausches. Zunächst begrüßte der Bürgermeister Elsterwerdas, Herr Herrchen, die polnischen Gäste. Er erinnerte an die zahlreichen freundschaftlichen Begegnungen zwischen den Partnerstädten Elsterwerda und Potulice/Naklo, wünschte allen Beteiligten des Treffens für die weiteren Tage und die Zukunft alles Gute.

Danach wurde aus Unbeschwertheit und Fröhlichkeit Nachdenklichkeit und Ernst als der Biehlaer Friedhof betreten wurde, um am Gedenkstein für die verstorbenen polnischen Kriegsgefangenen und die Kriegsopfer aller Nationen Kerzen aufzustellen.

Schüler und Lehrer gedachten schweigend und jedem war bewusst, dass gemeinsam alles dafür getan werden muss, dass sich die traurige Geschichte nie wiederholt.

Etwas tun heißt, die seit sechs Jahren bestehende Schulpartnerschaft weiter mit Leben zu füllen. Deshalb wurden nun auch die Koffer der deutschen Schüler und Betreuer gepackt. Den Freunden aus Potulice sollte ein Teil der Region gezeigt werden. Das erste Ziel der gemeinsamen Erkundungstour war das Besucherbergwerk F 60, das Dank Herrn Hettwer von der Sparkassenstiftung zu einem bleibenden Erlebnis wurde. Nach dem Weg in die luftige Höhe von 80 m über 500 m Länge und zurück war eine Stärkung nötig. Dank der gesponserten Würstchen und Brötchen von der Fleischerei Arnold und der Bäckerei Raddatz, musste kein Magen knurren.

Nächste Station der Reise war Cottbus. Im Staatlichen Schulamt empfing die zuständige Schulrätin, Frau Sieg, die Schüler und Betreuer. Sie brachte zum Ausdruck, welche große Bedeutung das Projekt für eine friedliche Zukunft hat und wünschte viel Erfolg.

Nach einem kurzen Abstecher ins Blechen Carré hieß das letzte Tagesziel: Jugendherberge Burg - Spreewald. Ausgeruht und neugierig startete man in den Donnerstag. Durch eine finanzielle Unterstützung unseres Schulträgers, dem Landkreis Elbe-Elster, wurde diese Erlebnispädagogik in Burg möglich.

Da sich alle schon gut kannten, wurde der Hindernisparcours mit offenen und verbundenen Augen und die Teamspiele bestens gemeistert. Auch bei der Kahnpartie hatte man keine Berührungsängste. Das Treffen endete so, wie es begann, mit Papier und Stiften, denn alle Erlebnisse sollen in einem Begegnungstagebuch festgehalten werden.

Im kommenden Jahr wird der Schüleraustausch in Potulice stattfinden.

Auf Wiedersehen! Do widzenia!