Im Gegenzug verzichten die Kassen auf Zuzahlungen oder zahlen Beitragsprämien an die Versicherten aus. Beispielsweise könne eine Krankenkasse einem Diabetes-Kranken eine Prämie von 200 Euro jährlich zahlen, wenn dieser an einem strukturierten Behandlungsprogramm teilnimmt, erläutert das Bundesgesundheitsministerium in Berlin.
Neben diesem Pflichtangebot können die Kassen auf freiwilliger Basis auch Tarife anbieten, bei denen Versicherte auf einen Teil der Versicherungsleistung verzichten und dafür eine Prämie von der Krankenkasse bekommen. Beispielsweise können Wahltarife eine höhere Kostenbeteiligung im Krankheitsfall festlegen oder eine Beitragserstattung für den Fall vorsehen, dass ein Versicherter ein Jahr lang auf Arztbesuche verzichtet hat.
Bei diesen freiwilligen Wahltarifen müssen Versicherte allerdings besondere Regeln beachten. Entscheiden sie sich für einen dieser Tarife, sind sie für mindestens drei Jahre an diesen Tarif gebunden. Außerdem ist ein Wechsel der Krankenkasse während der Bindungsfrist nur in Härtefällen möglich. Grundsätzlich sind die Prämienzahlungen an Versicherte begrenzt. Sie dürfen 20 Prozent der vom Mitglied in einem Jahr getragenen Beiträge nicht überschreiten und höchstens 600 Euro betragen.
(ddp.djn/sh)