: S 31 AS 317/07) und gab der Klage einer Arbeitslosengeld-II-Empfängerin gegen die Grundsicherungsbehörde statt. Die Klägerin sollte bei einem Textildiscounter für einen Stundenlohn von 4,50 Euro brutto arbeiten. Als die Frau das Stellenangebot ablehnte, kürzte die zuständige Arge die Grundsicherungsleistungen für drei Monate um 30 Prozent. Die Richter hoben diese Sanktion jedoch auf. Ein Stundenlohn von 4,50 Euro sei bei einem untersten Tariflohn von 9,82 Euro "sittenwidriger Lohnwucher". Bei der Entscheidung des Sozialgerichtes Dortmund handelt es sich jedoch nicht um ein Grundsatzurteil. Betroffene in der Region müssen deshalb in Widerspruch gehen und gegebenenfalls selbst klagen. ddp.djn/sha