Zum Klinikum Niederlausitz und der Sparkasse Niederlausitz hat sich der Kreisverband Senftenberg des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) als dritter Stifter gesellt. Das Netzwerk unterstützt mit ehrenamtlichen Paten alle Eltern mit Kleinkindern im Oberspreewald-Lausitz-Kreis, die dies wünschen.

Die vom Klinikum Niederlausitz und der Sparkasse Niederlausitz vor nunmehr fast sechs Jahren gegründete Stiftung „Gesunde Kinder“ bekommt Verstärkung. Der Kreisverband Senftenberg des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) ist am gestrigen Donnerstag beigetreten. Mit einem Scheck über 100 000 Euro, mit dem der Kapital-Grundstock auf insgesamt 300 000 Euro erhöht wird, und der Unterschrift unter der Stiftungsvereinbarung haben ASB-Kreisverbandsgeschäftsführerin Jana Edel und die Vorsitzende des Stiftungsvorstandes, Julia Böttcher, den Pakt offiziell besiegelt.

Sichtlich zufrieden zeigt sich Klinikumgeschäftsführerin Simone Weber. Die Stiftung arbeitet mit dem doch unerwartet hohen Kapital schneller als geplant auf die Unabhängigkeit von öffentlichen Fördertöpfen hin. Das Netzwerk mit den ehrenamtlichen Paten ist für alle Familien da und kein Nothelfer in sozialen Brennpunkten. „Alle Eltern von Kleinkindern stehen unter Stress“, bestätigt Netzwerk-Koordinatorin Daniela Grass. Die moralische Unterstützung der Paten bei kleinen Problemen des Alltags ist deshalb ebenso wichtig wie Tipps im richtigen Umgang mit einem Schreikind und Informationen über die Ernährung. Die frühen Hilfen für Familien mit kleinen Kindern werden gern angenommen, um mit Herz und Verstand aber auch dem rechten Maß für die gesundheitliche und soziale Entwicklung des Nachwuchses zu sorgen. In den Schwangerschaftsberatungsstellen, bei der Geburtshilfe, bei Kinderärzten, Jugend- und Sozialämtern, Frühförderstellen und Wohnungsunternehmen werden werdende Eltern auf das sehr erfolgreiche Netzwerk aufmerksam gemacht. Viele Paten betreuen bereits das zweite Kind in „ihrer“ Familie. Über die vielen Kleinbeträge, die übers Jahr gespendet werden, um diese Arbeit zu unterstützen, freut sich die Stiftungsvorstandsvorsitzende Julia Böttcher besonders. Diese Spenden seien ebenso wichtig wie das Stiftungskapital, versichert sie.

Im nächsten Jahr will das Netzwerk „Gesunde Kinder“ vor allem daran arbeiten, auch Pflegeeltern zu erreichen. „Diese Familien konnten sich nicht schon während der Schwangerschaft auf das Kind vorbereiten und sind deshalb unerwartet mit Problemsituationen konfrontiert, in denen unsere Paten helfen können “, sagt Daniela Grass.