Zudem seien sieben Menschen verletzt worden, mehrere von ihnen schwer.

Das Gebiet um den Tatort - ein Holzverarbeitungsbetrieb des Unternehmens Kronospan in Menznau bei Luzern - sei großräumig abgesperrt worden "sofort nachdem wir gegen 9 Uhr die Alarmmeldung reinbekamen", sagte der Sprecher. Viele Rettungskräfte waren im Einsatz. Die Schweizerische Rettungsflugwacht Rega setzte drei Hubschrauber ein und flog Schwerverletzte in verschiedene Krankenhäuser.

Nach Polizeiangaben wurde die Bluttat im Gebäudeteil der Kantine begangen. Arbeiter hätten gerade ihr zweites Frühstück eingenommen, als plötzlich geschossen wurde. "Wir sind alle in einem Schockzustand", sagte Urs Fluder, Mitglied der Konzernleitung von Kronospan, im örtlichen Radiosender Pilatus. "Wir machen alles Menschenmögliche, um die Angehörigen adäquat zu betreuen und finanziell zu unterstützen."

Sofort nach der Tat begann in der Holzfabrik und der Gemeinde das Rätselraten über das Motiv des Schützen. In Schweizer Medien hieß es, bei Kronospan, wo derzeit rund 100 Arbeitnehmer beschäftigt sind, seien möglicherweise wegen eines akuten Holzmangels aufgrund witterungsbedingter Lieferrückstände Entlassungen geplant gewesen. Ob es tatsächlich einen Zusammenhang mit der Bluttat gab, blieb allerdings zunächst völlig unklar.