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Drei Niederlausitz-Derbys zum Saisonauftakt

Niederlausitz. Ab diesem Wochenende rollt auch in den Landesspielklassen der Ball. Oberligist Krieschow steht derweil vor seinem Auswärtsdebüt. Roland Scheumeister / rsm1

Während in der Fußball-Oberliga bereits ein Spieltag absolviert wurde, rollt ab diesem Wochenende auch in den Spielklassen darunter der Ball. Dabei stehen gleich zum Auftakt drei Niederlausitz-Derbys an.

Oberliga: Der VfB Krieschow reist recht zuversichtlich zu seinem ersten Auswärtsspiel in der Oberliga ins thüringische Rudolstadt. Gastgeber Einheit nimmt seine sechste Saison in dieser Spielklasse in Angriff und wurde zuletzt zweimal Fünfter. Bedingt durch einige Veränderungen im Kader, hat die Mannschaft dennoch nur den Klassenerhalt als Saisonziel ausgelobt.

Der VfB schöpft seinen Optimismus aus der Tatsache, dem Aufstiegsfavoriten Bischofswerda zum Auftakt trotz der Niederlage einen Fight auf Augenhöhe geliefert zu haben. Auch der souveräne Pokalauftritt in Kolkwitz (7:1) dürfte das Selbstvertrauen stärken. VfB-Trainer Toni Lempke: "Die Rudolstädter haben ihr erstes Spiel beim Aufsteiger Stendal verloren. Daher müssen wir uns darauf einstellen, dass sie mit allen Mitteln den ersten Heimsieg ansteuern werden." Bis auf Mathias Krüger (Urlaub) steht der gesamte Kader zur Verfügung.

Brandenburgliga: Mit dem Ludwigsfelder FC gastiert gleich die - neben Sachsenhausen - am häufigsten als Meisterschaftsfavorit genannte Truppe beim BSV Guben Nord. Spielertrainer Franz-Aaron Ullrich hatte gehofft, aufgrund einiger Neuzugänge personell aus dem Vollen schöpfen zu können. Doch anstatt sich mit dem Luxusproblem "Qual der Wahl" zu beschäftigen, ist er schon wieder frühzeitig zum Improvisieren gezwungen. Unter anderem fehlen Anton, Kunzke, Mönnich, Mrowca, Richter und Schulze. "Die Mannschaft stellt sich fast von selbst auf", sagt Ullrich. Allerdings spricht für die Breesener, dass sie gerade gegen starke Teams und unter schwierigen Bedingungen besonders motiviert und in der Lage sind, über sich hinaus zu wachsen.

Zum Aufsteigerduell Nord gegen Süd reist Grün-Weiß Lübben zum FSV Bernau. Die Randberliner haben sich unter anderem die Dienste des in der Brandenburgliga bestens bekannten Torjägers Kim Schwager gesichert. Indes stützen sich die Lübbener bei ihrer Mission Klassenerhalt auf ein eingespieltes Team, in dem einige Akteure bereits mit der Gangart dieser Spielklasse vertraut sind.

Landesliga: Bereits an diesem Freitag kommt es zum brisanten Derby in Burg. Während die Spreewaldkicker nach den Abgängen von Röder, Rodrigues, Rost und Wiesner noch offene Baustellen haben und hoffen, dass sich die Rückkehrer Heumann und Rinza sowie die Neuzugänge Houssine und Nguyen schnell integrieren, kommen die Ströbitzer nicht um die Favoritenrolle herum. Nach drei Vizemeisterschaften in Folge sind die Ansprüche gewachsen, sich im Feld der Favoriten auch einmal ganz vorn zu behaupten. Das gefestigte Team hat keine Abgänge zu verkraften und dürfte durch die Zugänge von Tobias Röder (Burg), Toby Joe Weber (Krieschow) und den Brasilianern Matta und Pinto (beide Trebendorf) noch an Breite und Qualität gewonnen haben. So kann die Mannschaft trotz der Ausfälle von Diakiv, Handreg, Netzger und Pawelke in guter Besetzung antreten.

Ein weiteres Derby bestreiten an der Cottbuser Schlachthofstraße Aufsteiger VfB Cottbus und der 1. FC Guben. Beim VfB stützt sich der neue Trainer Sven Fischer auf eine eingespielte Truppe, die mit dem 3:2 im Pokal über Schöneiche schon das erste Achtungszeichen setzen konnte. FC-Trainer Benjamin Hanschke hofft indes auf die Rückkehr einiger zuletzt ausgefallener Leistungsträger. Der Kolkwitzer SV ist gleich beim Mitanwärter um den Staffelsieg, dem FSV Brieske, gefordert. Nach dem Weggang wichtiger Spieler, wie Fingas, Mrowca, Schulze und Treuger, hofft Coach Sven Goertz, dass der bewährte Kader um den Neuzugang Florian Grützner (Guhrow) und das Rückkehrertrio Robert Waltschew, Christopher Gipp und Toni Helbig schnell zur Stabilität der letzten Rückrunde findet.

Landesklasse: Mit einem 19:1 über Glinzig im Kreispokal haben sich die Slamener in der Vorwoche auf den Punktspielbetrieb eingeschossen. Gegen den FSV Lauchhammer wird es sicherlich deutlich schwerer. Dennoch will die junge Truppe den guten Weg der Vorsaison fortsetzen und mit einem Sieg starten. Eintracht Peitz beginnt gegen Döbern die Punktspielserie. Sven Ballack muss die Abgänge von Ulbrich, Bresinski , Kindschuh und Mucha kompensieren, während sein Gegenpart Peter Prohaska mit unverändertem Aufgebot anreisen kann. Die Partie dürfte umkämpft und von hoher spielerischer Qualität sein. Vor einer erneut schwierigen Saison stehen die Drebkauer Einheit-Kicker. Nachdem der langjährige Kapitän Daniel Madajczyk, Sebastian Noel und Christian Holling die Schuhe an den Nagel gehängt haben, sollen nun die verbliebenen Routiniers Herenz, Rehn, Schicketanz und Czarnowsky, unterstützt von Nachwuchsleuten, den erneuten Klassenerhalt stemmen. Zum Auftakt gibt es in Großräschen einen echten Härtetest. Nach drei Jahren Kreisoberliga ist der Spremberger SV wieder auf Landesebene präsent. Nach der verpatzten Generalprobe (1:2-Pokalaus bei Viktoria Cottbus) hofft das Team um Eric Schiffel und Torjäger Mathias Jäckel auf einen erfolgreichen Einstand bei Eintracht Lauchhammer-Ost.