Dezember schreibt Peter Urwank aus Kraupa:

Überraschend ist das Problem der Ersatzinvestitionen keinesfalls, aber die künftigen Konsequenzen sind beängstigend. Es handelt sich . . . um eine weit in die Zukunft reichende und noch ständig steigende Belastung für uns alle im Verbandsgebiet.

Spätestens 2007, als von der Bürgerinitiative Kraupa der WAV und weitere verantwortliche Stellen auf die wirtschaftlichen Konsequenzen der vergessenen Ersatzinvestitionskosten mit konkreten Berechnungen der BI Kraupa hingewiesen wurden, hätten nach Neubewertung alle weiteren unwirtschaftlichen Investitionen gestoppt werden müssen, um das Schlimmste zu verhindern. Das Vergessen war menschlich. Das Beharren und Ignorieren wird uns teuer zu stehen kommen. Das vom Bürgermeister Herrchen damals beschworene Boot der Solidarität wird für alle Bürger im Verbandsgebiet, wie zu erwarten, immer mehr zum dauerhaften Albtraum der Angeschmierten.

Wenn blinde Aktivität in Kombination mit mangelhafter Fachkenntnis über Sachargumente gestellt werden, so kommt dies uns allen und den nächsten Generationen teuer zu stehen.

Jeder Autobesitzer weiß, dass die Reparaturkosten pro Jahr nach den eher ruhigen Anfangsjahren mit den gefahrenen Kilometern und steigender Nutzungsdauer immer weiter ansteigen.

Noch befinden sich die Ersatzinvestitionen des WAV in den Anfangsjahren. Neben dem Ersatz im Bereich der am frühesten errichteten zentralen und der wenigen ersten peripheren Anlagen werden die größeren Ersatzinvestitionen für das immer größer gewordene erschlossene Gebiet verstärkt folgen.

Insbesondere die kostenintensiven Fehlinvestitionen Kraupa liegen noch weniger als fünf Jahre zurück. Die vom Planungsbüro ausgewiesenen normativen Ersatzinvestitionen beginnen nach fünf Jahren und steigen dann über den gesamten Planungszeitraum (50 Jahre) ständig weiter an. Die Kommunen und die Bürger sollten sich auf steigende Belastungen in den nächsten Jahrzehnten einstellen. Was die Kommunen nicht schultern können, wird zu Beitragserhöhungen für die Bürger führen.

Auch wenn die vom fachlich orientierten Verbandsvorsteher Herrn Hauptvogel realisierte und schon von der BI Kraupa angeregte Auflösung des Vertrages mit envia Aqua ein positives begrüßenswertes Ergebnis auf dem Weg zu einer wirtschaftlichen Betriebsführung ist, kann von Entwarnung generell keine Rede sein.