Während der gesamten Partie setzte keine Mannschaft spielerische Akzente. Die Ursache in einen verfahrenen, bis an die Grenze der Fairness gehenden Spiel, lag zum großen Teil auch an der indiskutablen Leistung der völlig überforderten Schiedsrichter, die diese Begegnung durch viele Fehlentscheidungen maßgeblich mitprägten.

Zu Beginn des Spiels übernahmen die Gäste die Initiative, warfen mehrere Tore und führten schnell mit 2:6. Die Calauerinnen konnten zu diesem Zeitpunkt ihr Angriffsspiel nicht erfolgreich durchsetzen. Viele Abspielfehler, Fehlwürfe und Torfrauparaden der Gäste ließen den HV nicht ins Spiel kommen. Da gleichzeitig die Abwehrarbeit sehr aggressiv war und von den Schiedsrichtern nicht unterbunden wurde, gingen beide Kontrahenten mit einem 4:8 in die Pause.

Die zweite Halbzeit war von Hektik, Dramatik und teilweise sehr unfairem Spiel geprägt. Calau verkürzte sehr schnell auf 6:8. Da keine Mannschaft ein normales Aufbauspiel durchführte, blieben Tore Mangelware. Die Calauer Heimmannschaft verkürzte nicht entscheidend, sodass Grün-Weiß Werder in der 50. Minute noch immer mit 10:13 vorn lag. Da aber alle HV-Spielerinnen an diesem Tag bis an ihre Grenzen gingen, erzielte Peggy Federsel 30 Sekunden vor dem Abpfiff den verdienten Ausgleich, der gleichzeitig das 13:13-Endergebnis darstellte.

“Ein verrücktes Spiel und nichts für schwache Nerven„, sagte Calaus Trainer Matthias Kleindienst nach dem Spiel. “Kompliment an meine Mannschaft, die bis zum Schluss gekämpft hat.„ red

Calau: Tor: Susann Radenz. Feld: Christin Kasprick, Juliane Kuba (2), Peggy Federsel (2), Gina Jenchen, Stefanie Kochan, Inna Frank, Antje Jende (2), Sabrina Hellmann (6), Ines Lindner (1).