Zwar sei das Absetzen von Ausgaben auch für Paare in einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft möglich - dafür müssen aber viele Voraussetzungen erfüllt sein. Das geht aus einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs in München hervor (Az.: VI R 31/05).
Demnach müssen die Partner zum einen vor der Geburt eines Kindes an verschiedenen Orten arbeiten und wohnen. Zum anderen müssen sie eine ihrer Wohnungen "in engem zeitlichen Zusammenhang mit der Geburt eines Kindes" zur Familienwohnung machen, heißt es. Nur dann sei eine doppelte Haushaltsführung steuerlich anzuerkennen, denn erst ein gemeinsames Kind führe den besonderen Schutz der Familie steuerrechtlich herbei.
In dem Fall hatte ein Mann mit Wohnung und Job in Hamburg seinen Wohnsitz erst zwei Jahre nach der Geburt seines Kindes zur Lebensgefährtin nach Hannover verlegt. Die Richter lehnten es ab, die Aufwendungen doppelter Haushaltsführung steuerlich anzuerkennen. (dpa/eb)