Unser Leser Herbert Hiller aus Elsterwerda äußert sich dazu: Die Äußerungen des Elbe-Elster Kreissportvorsitzenden Detlev Leissner haben mich sehr verwundert. Als oberster Sportchef des Kreises sind seine Bemerkungen über das Doping nicht zu ertragen. Ich als Mitglied des Sportensemble Elsterwerda opfere Freizeit und meinen Mitgliedsbeitrag, damit unsere Kinder zweimal wöchentlich trainieren können. Zunehmende Hallengebühren erschweren dies immer mehr. Aber wir holen die Kinder von der Straße.

Herr Leissner als Kreistagsabgeorneter hat dieser Gebührenerhöhung zugestimmt. Und wie sollen Kinder zu Olympia kommen, wenn es aus finanziellen Gründen nicht möglich ist, ihrem Sport nachzugehen. Aber Doping ist kein Mittel, um Höchstleistungen zu erzwingen. Das wäre das Gleiche, wenn im Straßenverkehr jeder ab 18 Jahre unter Alkohol fahren dürfte.

"Diese Äußerung ist unerhört"

Hannelore Finger von der Abteilung des ESV Lok Falkenberg schreibt zu den Äußerungen des Kreissportbundchefs Detlev Leissner und zu der Reaktion von Rudi Scheibe vom 28. Juli "Sportbundchef nicht mehr tragbar": Sportfreund Scheibe aus Elsterwerda hat mir aus dem Herzen gesprochen. Wo kämen wir hin, wenn wir die Freigabe des Dopings erlauben würden? Was wäre dann unser Sport noch wert? Bei der Eröffnung von Olympia in London sagte der Redner: "Im Sport wohnen Wahrheit und Reinheit. Achtet Eure Gegner, kein Doping!" Ich habe mehr als zehn Jahre in unserer Abteilung Fußball mit unserem Nachwuchs gearbeitet. Sollte ich meinen Jungs sagen: Wenn Ihr nicht fleißig trainiert, könnt Ihr es ja mal mit Doping versuchen. Das ist erlaubt? Für mich ist diese Äußerung eines Sportfunktionärs unerhört.