Ministerpräsident Günther Beckstein (CSU) hatte sich kurz vor der Landtagswahl mit der Aussage in Bedrängnis gebracht, man könne, wenn man viele Stunden im Bierzelt sitze, auch nach zwei Maß noch Autofahren - wenigstens dann, wenn der Bierkrug schlecht eingeschenkt sei. Schon gilt der Begriff "Beckstein-Maß" für eine mit zu viel Schaum und zu wenig Bier kredenzte Maß. Seine Frau Marga Beckstein wiederum hatte angekündigt, auf keinen Fall im Dirndl zu kommen, und damit für Schlagzeilen gesorgt.

"Nach zwei Maß fahren wir Auto-Scooter", frotzelt der grüne Dritte Münchner Bürgermeister Hep Monatzeder. Und Grünen-Landtagsfraktionschefin Margarete Bause - parteigerecht im grünen Dirndl - witzelt: "Eine Maß kostet acht Euro - und zwei Maß kosten den Führerschein." Derweil macht schon die verschärfte Version die Runde: " . . . und zwei Maß kosten die Wahl".

Im Dirndl traten auf dem größten Volksfest der Welt auf der Theresienwiese auch zahlreiche Promis auf. Rennfahrergattin Cora Schumacher überraschte am Sonntag im schwarz-weiß-roten Totenkopf-Dirndl. Auf der knallroten Schürze prangte ein großer Totenkopf, auch die Ärmel waren mit Totenköpfen verziert.

Mehr als 900 000 Menschen feierten am Wochenende den Beginn des 175. Oktoberfestes. Bei herbstlichen Temperaturen kamen damit nach ersten Schätzungen weniger Besucher als im Vorjahr, sagte Wiesn-Chefin Weishäupl. Die Gäste tranken mit 450 000 Maß auch weniger Bier an den ersten beiden Festtagen als im Vorjahr. dpa/bw