Das teilt sein Sohn Ingo Schmidt mit.

Die Kunstszene im Elbe-Elster-Kreis verliert mit Heinz Schmidt den einzigen Bildhauer mit einer Hochschulausbildung.

1933 in Pommern geboren und aufgewachsen, absolviert Schmidt eine Lehre als Dekorationsmaler und durchläuft von der Arbeiter- und Bauernfakultät Dresden für Bildende Künste über die Fachschule für Angewandte Kunst Leipzig und die Hochschule für Bildende Künste Dresden eine umfangreiche künstlerische Ausbildung, die er 1961 als Diplom-Bildhauer abschließt.

Ab 1962 war Heinz Schmidt in der Wahlheimat Bad Liebenwerda freischaffend tätig. Besonders der baugebundenen künstlerischen Arbeit galt seine Aufmerksamkeit. Zahlreiche Auftragsarbeiten für Schulen, Krankenhäuser und andere Einrichtungen entstanden und schmücken vor allem den öffentlichen Raum von Herzberg und Bad Liebenwerda. Erinnert sei an die dekorative Sportwand-Bronze auf Beton von 1972 an der Bad Liebenwerdaer Sporthalle, die beliebte Delfin-Plastik im roten Ton im Schwimmbad Tröbitz und dieHirsche als Bronzeplastiken vor Schloss Kromlau, die seine Lieblinge waren.

Nach 1990 wurde es ruhig um Heinz Schmidt, Auftragsarbeiten für den öffentlichen Raum waren zunächst nicht gefragt, viele verschwanden im Zuge baulicher Veränderungen.

Der Start der EE-Kunstausstellungen 1997 wurde auch für Heinz Schmidt zum Neustart. Der introvertierte Künstler zog sich in der Gestaltung auf Andeutungen und Wesentliches zurück wie mit ,,Weiblicher Torso" von 1999.

Heinz Schmidt, den zunehmend schwere Krankheiten belasteten, zeigte 2008 zum 75. Geburtstag in seiner letzten großen Werkausstellung im Bad Liebenwerdaer Kreismuseum, dem er seine künstlerische Hinterlassenschaft als Dauerleihgabe hinterlassen hat, die gesamte Bandbreite seines Schaffens. Sein Atelier am Roßmarkt, für ihn jahrzehntelanges Refugium, existiert nicht mehr.

Am Freitag um 14 Uhr findet auf dem Bad Liebenweraer Friedhof die Urnenbeisetzung statt.