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| 01:26 Uhr

Diethelm Pagel (Die Linke)

Ausgaben auf dem Gebiet der Hilfegewährungen im Fachbereich Kinder, Jugend und Familie standen im Mittelpunkt unserer Fraktionsklausur im Oktober dieses Jahres. Als kompetente Gesprächspartnerin stand uns dazu die Fachbereichsleiterin, Kerstin Schulz, zur Verfügung.

Überplanmäßige Ausgaben in Höhe von 971 000 Euro mussten auch in unseren Kreishaushalt eingestellt werden, dass bestätigt die Tendenz, dass immer mehr Familien in Spree-Neiße auf Hilfen angewiesen sind. Seit 1. Oktober 2005 trat der neue Kinderschutzparagraf 8a zum Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung in Kraft. Seit dieser Zeit sind auch die Fallzahlen im Bereich der Hilfegewährungen kontinuierlich gestiegen, obwohl die Gesamtzahl der Kinder und Jugendlichen im Landkreis abnimmt. So stiegen die Ausgaben von 2007 zu 2008 um rund 1,161 Millionen Euro. Berücksichtigt man dabei, dass die Zahl der Kinder und Jugendlichen zwischen 0 und 18 Jahren im gleichen Zeitraum um 1331 sank, wird die Dimension des Problems noch deutlicher. Bei genauem Hinschauen ergab sich ebenfalls, dass es in bestimmten Regionen eine besonders hohe Anzahl von Fällen gibt und dass dort, wo gezielte sozialpädagogische Konzepte kontinuierlich umgesetzt werden können, durchaus Erfolge zu verzeichnen sind. Es muss jetzt also darum gehen, sinnvolle Projekte fortzuführen und finanziell abzusichern. Hilfen müssen möglichst früh einsetzen, und dabei darf keine Stigmatisierung stattfinden. Darüber hinaus müssen Ursachen, regionale Bedingungen und die persönlichen Lebenslagen genauer analysiert werden, um passgenaue politische Entscheidungen treffen zu können.Ich bin mir durchaus bewusst, dass wir nicht alle, auch durch die gesellschaftlichen Verhältnisse verursachten Probleme kommunal lösen können.