"Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist ein Qualitätsversprechen vom Hersteller. Bei korrekter Lagerung verliert das Lebensmittel in dieser Zeit nichts an Qualität."

Anders ist es mit dem Verbrauchsdatum. Besonders auf Packungen von frischem Fleisch oder Fisch steht oft: "Zu verbrauchen bis . . .". Hier sollten Verbraucher keine Kompromisse machen, sagt Diekmann. Denn es könnten sich Keime gebildet haben, die nicht zu sehen oder zu schmecken sind.

Andere Lebensmittel haben dagegen das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) auf der Packung. Beispielsweise Nudeln, Reis und Kaffee enthalten nur wenig Wasser und sind oft noch deutlich länger genießbar als angegeben. "Eine Schokolade, die laut MHD in zwölf Monaten abläuft, ist in der Regel auch in 13 Monaten noch genießbar", nennt Diekmann ein Beispiel. Selbst Joghurt hält oft länger als angegeben - vorausgesetzt, er wurde direkt nach dem Kauf in den Kühlschrank gestellt.

Verbraucher sollten dabei auf ihre Sinne vertrauen. "Wenn es sauer schmeckt oder Schimmel zu sehen ist, sollte man es natürlich nicht essen." Oft gilt das MHD nur für ungeöffnete Produkte - auch dann heißt es: den eigenen Sinnen vertrauen. Aufpassen sollten Verbraucher hingegen bei Eiscreme, sie wird laut Tüv oft zu lange verwendet. Durch kurzes Antauen und wieder Einfrieren bilden sich Bakterien.