Auch Kommunalpolitiker und die Rathaus-Verwaltungsspitze bangten um den Ruf der Stadt als Einkaufsstadt mit überregionaler Ausstrahlung. Inzwischen steht fest, der Standort bleibt attraktiv, wird möglicherweise sogar noch aufgewertet. Sicher ist Angelika Joho zufolge, dass anstelle des toom-Verbrauchermarktes ein Rewe-Großmarkt in den Relationen der Bad Liebenwerdaer Einrichtung am Standort verbleibt. Wie die Geschäftsführerin der Gewerbefonds Elsterwerda-Brandenburg GbR, dem Besitzer der Immobilie, weiter erklärt, würden der Aldi-Markt und AWG-Moden an den Standort umziehen. Dazu käme eine namhafte Drogeriekette, bei der die Unterschrift unter den Mietvertrag allerdings noch ausstehe. Der Einkaufskomplex – toom-Baumarkt und Pro-Markt verbleiben am Standort – werde mit weiteren kleinen Geschäften attraktiv bereichert, so Joho. Sie erklärte, mehr Interessenten zu haben als Flächen zur Verfügung stünden. Eckhard Schmidtchen vom Juwelier- und Uhrengeschäft am Markt hat unterdessen erklärt, sich ebenfalls um eine Ladenfläche beworben zu haben, um einen zweiten Standort in Elsterwerda zu eröffnen.

Bevor der neue Markt mit Komplettvermietung ins Rennen geht, vergeht allerdings noch Zeit. Das Haus soll in weiten Teilen innerhalb seiner jetzigen Fläche umgebaut werden. Eine Teilschließung von bis zu fünf Monaten wird gegenwärtig kalkuliert. Die gesamte Heizungs- und Lüftungsanlage entspreche nach 20 Jahren Nutzungsdauer nicht mehr energieeffizienten Ansprüchen, der Fußboden und die große Kassenstrecke müssten raus und zudem völlig neue Raumzuschnitte entstehen, sagt Angelika Joho. Sie rechnet mit einer Investitionssumme, die sich zwischen drei und vier Millionen Euro bewegt. Die Planungen würden auf Hochtouren laufen. Sie arbeite eng mit der Stadt zusammen und wolle von Beginn an das Bauordnungsamt des Landkreises einbeziehen. Ein Großteil der Umbauarbeiten soll demnach mit einheimischen Firmen passieren. Wann der Markt in neuer Struktur öffnet, lasse sich jetzt noch nicht sagen.