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Die Spanier geben Gas

Exklusiv Das fällt auf Wer genug von der Diskussion um Diesel-Fahrzeuge und Fahrverbote hat, aber trotzdem ein sparsames Auto fahren will, könnte eines mit Erdgas-Antrieb ins Auge fassen. Nach dem Erdgas-Polo kommt jetzt auch der Konzernbruder Seat Ibiza als Gasofferte. CNG - Compressed Natural Gas - ist nicht zu verwechseln mit Flüssiggas, das bei der klassischen Erdölgewinnung entsteht. Erdgas (CNG) verbrennt sauberer als Ottokraftstoff und hinterlässt demnach weniger Rußpartikel. Wegen des geringeren Kohlenstoff-Gehalts fallen die CO2-Emissionen bei CNG-Betankung um 25 Prozent geringer aus als bei einem Betrieb mit Benzin. Beim Ibiza von einem "Kleinwagen" zu sprechen, ist angesichts der mehr als vier Meter Außenlänge allerdings untertrieben. Nicht gegeizt wird bei Assistenz und Infotainment. Extras von Aktiv-Tempomat bis zum umfangreichen Navi inklusive schickem Berührungsmonitor, der jetzt auch in dieser Liga mit edel anmutender Glasscheibe versehen ist, sind im kleinen Spanier zu haben. Patrick Broich

So fährt er sich Was das Ansprechverhalten betrifft, entspricht die mit CNG gefütterte Maschine exakt dem des Benzinbetriebs. Weil der Ottomotor mit Benzin oder Erdgas betrieben werden kann, bleibt der 40-Liter-Benzintank beim Ibiza TGI erhalten, plus 13 Kilo fassenden Gastank, was die Reichweite auf fast 1200 Kilometer hochschraubt. Unterwegs schlägt sich der - im Vergleich zur konventionellen TSI-Version - fünf PS schwächere, aber 117 Kilo schwerere Erdgas-Ibiza wacker, sofern man die Drehzahl nicht zu weit absinken lässt. Mit mehr als 2000 Touren sollte die Kurbelwelle schon rotieren, dann liegen zuverlässig 160 Nm Drehmoment an. Und dann marschiert der Kleinwagen auch gut voran - bei typischer Dreizylinder-Tonkulisse.

Das kostet er Mit dem 66 kW/90 PS starken Einliter-Dreizylinder ist der Kleinwagen zum Grundpreis von 17.270 Euro erhältlich - das sind rund 2000 Euro mehr gegenüber dem reinen Benzin-Modell. Nach gut 50.000 Kilometern Laufleistung hat sich der Anschaffungspreis durch den günstigeren Kraftstoff amortisiert.

Für den ist er gemacht Wem es nichts ausmacht, dass es nur eine Leistungsstufe gibt, darf sich über ein günstiges Auto freuen.

Dieser Wagen wurde der Redaktion zu Testzwecken von Seat zur Verfügung gestellt.