Maus-Arm, Sehnenscheidenentzündung oder Karpaltunnelsyndrom, mittlerweile Begriffe, die in den meisten Büros geläufig sind. Wer am Computer arbeitet, merkt meist erst zu spät, dass er auf verschiedene Dinge zu wenig geachtet hat. Die RUNDSCHAU zeigt die fünf häufigsten Bürokrankheiten und was dagegen hilft.

Rückenschmerzen kommen vom besonders langen Sitzen, es ist besonders anstrengend für unseren Rücken. Vor allem die Bandscheiben, die wie eine Art Stoßdämpfer zwischen den Wirbeln sitzen, werden dabei belastet. Wenn diese dann durch langes Sitzen zu sehr eingeengt werden, weichen sie nach hinten aus und drücken dabei auf die Nerven im Rückenmarkskanal und verursachen Rückenschmerzen.

Das hilft: Schmerzen im Lendenwirbelbereich lassen sich durch die Stufenlagerung lindern. Dabei legt man sich flach auf den Rücken, beugt Hüfte- und Kniegelenke um 90 Grad und lagert die Unterschenkel auf einem Schaumstoffwürfel, gepolsterten Hocker oder Kissenberg. Das entlastet die Wirbelsäule.

Das Karpaltunnelsyndrom wird ausgelöst durch ein dauerhaft stark gebeugtes oder überstrecktes Handgelenk. Der Karpaltunnel ist ein Sehnenkanal zwischen Unterarm und Hand. Kommt es dort zu einer Entzündung, steigt der Druck und quetscht Sehnen und Nerven schmerzhaft ein.

Typische Symptome eines Karpaltunnelsyndroms sind unter anderem Taubheit in Daumen, Zeige- und Mittelfinger.

Das hilft: Erst einmal gilt es, die Ursache zu klären und diese zu beseitigen. Danach hilft als Sofortmaßnahme die Hand in einer Schiene zu lagern. Außerdem helfen entzündungshemmende Medikamente und hochdosiertes Vitamin B6.

Bildschirm-Augen, die sich röten, jucken und brennen, haben ihre Ursache im stundenlangen auf den Bildschirm starren. Dass ist nämlich Schwerstarbeit für unsere Sehorgane.

Dazu kommen oft trockene Büroluft und ein deutlich seltener Lidschlag. Die Kombination führt häufig zu trockenen Bildschirm-Augen. Im schlimmsten Fall raut sich die Hornhaut auf, was sogar zu Sehstörungen führen kann.

Das hilft: Mehrmals am Tag für wenige Minuten die Augen mit angewärmten Händen abdecken. Die Augen etwa alle 30 Minuten vom Bildschirm abwenden und den Blick öfter mal vom Computer weg in die Ferne richten. Wenn die Augen schon brennen, kann ein künstlicher Tränenfilm aus rezeptfreien Augentropfen, Linderung verschaffen.

Sehnenscheidenentzündungen resultieren aus den immer gleichen Bewegungen und falsch eingerichteten Arbeitsplätzen. Das sind die Hauptgründe für Sehnenscheidenentzündungen. Schmerzen in Hand und Arm sowie ein deutliches Knirschen im Gelenk sind klare Anzeichen für eine Sehnenscheidenentzündung. Ursache für die Schmerzen ist, wenn die Sehne an dem sie umgebenden Schlauch reibt. sichtbares Zeichen sind eine Verdickung, Rötung und Erwärmung der entzündeten Stelle.

Das hilft: Neben entzündungshemmenden Medikamenten können im akuten Fall auch Kortisionsspritzen helfen. Häufig wird die betroffene Hand mit einer Schiene ruhiggestellt. Darüber hinaus verschaffen Physiotherapie, Kälte oder Wärme Linderung.

Der Maus-Arm ist Ausdruck der Höchstleistung, die unsere Finger im Büroalltag zu bewältigen haben. Denn wenn einmal nicht getippt wird, muss der rechte Zeigefinger bis zu 200 Klicks in der Minute verrichten. Häufig klagen die Betroffenen über einen Schmerz, der vom Handrücken über den Unterarm in die Schulter zieht. Der Grund dafür sind mikrofeine Risse, die durch das häufige Tippen und Klicken im Gewebe entstehen. Diese vernarben, stören bei der Bewegung und schmerzen.

Das hilft: Im Regelfall verordnet der Arzt Rheuma-Tabletten und darüber hinaus Behandlung, die die Durchblutung des betroffenen Gewebes fördern, zum Beispiel elektrische Stoßwellen. Ebenfalls wirkt Physiotherapie, die die verkürzten Muskeln und Sehnen dehnt schmerzlindernd.