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| 11:10 Uhr

Olympia 2018
Die Heimat feiert ihre Eishockey-Helden

55 Sekunden fehlten der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft im Olympia-Finale gegen die Olympischen Athleten Russlands (OAR) zur Vollendung der Sensation. Am Ende gab es "nur" Silber. Doch in der Heimat wurde die DEB-Auswahl trotzdem gefeiert. Markus Plüm

Schon wenige Minuten nach der 3:4 (0:1, 1:0, 2:2, 0:1)-Niederlage nach Verlängerung gegen die hochfavorisierte OAR-Mannschaft erhielten die deutschen Silbermedaillengewinner Trost, Zuspruch und Aufmunterung aus der Heimat.

Vor allem im sozialen Netzwerk Twitter drückten viele Fans während der Partie die Daumen und brachten auch hinterher ihren Stolz über die Leistung im Olympischen Turnier aus. "Eine Enttäuschte DEB-Mannschaft. Normal sieht man sowas nach der Vorrunde oder der Olympia-Quali. Unvorstellbar wie geil die Jungs sind, da einfach mal ins Finale zu marschieren und mit den Russen auf Augenhöhe zu spielen. Ihr seid doch verrückt", twitterte Nutzer "Kasis" nach der Partie.

Aber auch viele prominente Fans meldeten sich nach dem Spiel zu Wort. "Silber gewonnen. Ihr könnt stolz auf euch sein. Absolute Inspiration für Wille, Kampfgeist und Zusammenhalt! Danke!", hieß es von Profi-Golfer Martin Kaymer. Und Fußball-Weltmeister Thomas Müller äußerte: "Ohhhhhhh noooooo. Liebe Eishockey-Nationalmannschaft, wir sind trotzdem sowas von stolz auf euch - ihr seid Helden! Feiert die Silbermedaille! Großartige Leistungen habt ihr gezeigt."

Schon in der Arena in Pyeongchang hatten viele Athleten der deutschen Olympia-Mannschaft, darunter auch Doppel-Olympiasiegerin Laura Dahlmeier, auf den Rängen mitgefiebert. So wie Tausende vor den heimischen Fernsehgeräten - trotz des frühen Beginns um 5 Uhr deutscher Zeit. Wer extra aufgestanden war, bereute diese Entscheidung hinterher aber keinesfalls. "Jungs, seid stolz und lasst Euch feiern - ein Superspiel! Ihr habt etliche Menschen an einem frühen Sonntagmorgen aus der Heia getrieben und es hat sich gelohnt", twitterte "Jessi_Keks". Und "S hat gewählt" schrieb: "Danke für diese schlaflose Nacht!"

Einig waren sich hinterher alle über eine Sache: Die Mannschaft des Jahres steht jetzt bereits fest. Da spiele es auch keine Rolle, wie die Fußball-Nationalelf bei der WM in - genau - Russland abschneide.