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| 02:35 Uhr

"Die Bahn-EM in Portugal ist mein Hauptziel"

Bei der am Sonntag zu Ende gegangenen 37. Internationalen Junioren-Etappenfahrt sicherte sich der Berliner Maximilian Schachtmann den Gesamtsieg. Bester Nachwuchsfahrer wurde im Feld der Altersklasse U19 der 16-jährige Leon Rohde vom RSC Cottbus. Die RUNDSCHAU sprach mit dem Deutschen Jugendmeister des vergangenen Jahres über die schwierigen Bedingungen. Mit Leon Rohde sprach Georg Zielonkowski

Leon Rohde, vor der Schlussetappe war bei einem Rückstand von 31 Sekunden ja noch der Gesamtsieg drin. Sind Sie traurig, dass Sie dieses Ziel nicht erreicht haben? Ach wo, ich kann nicht traurig sein. Ich bin doch als einer der Jüngsten des gesamten Feldes am Ende mit lediglich 21 Sekunden Rückstand Fünfter im Klassement geworden. Und war damit auch bester Nachwuchsfahrer der Tour. Und außerdem hatten wir ja mit Tristan Wedler einen unseres RSC-Teams auf der Schlussetappe in der Spitzengruppe. Und ich wollte doch dem Tristan die gute Tagesplatzierung nicht vermasseln. Am Schluss war Trainer Rainer Gatzke jedenfalls mit unserer Truppe ganz zufrieden.

Wie haben Sie überhaupt die schwierigen Bedingungen auf den bitterkalten Etappen am Rand des Spreewaldes erlebt? Am Freitag in Drebkau ging es ja noch, da hatten wir um die acht, neun Grad. Schlimm war dann der Samstag mit drei Grad beim Zeitfahren, dazu kam der eiskalte Wind. Vom Nachmittag mit dem hammermäßigen Hagelsturm will ich gar nicht reden. Gut, dass uns die Rennleitung da gerade noch rechtzeitig erlöst hat. Auf der Schlussetappe war nur noch der eisige Wind übrig und recht böse angesichts der niedrigen Temperaturen.

Wie geht es für Sie jetzt weiter?Über Ostern wird in Frankfurt an der Oder trainiert, dann gibt es die Sichtung für die U19-Bahn-EM, bei der ich ja im Aufgebot der Mannschaftsverfolger starten will. Portugal mit der EM im Juni ist ohnehin mein Hauptziel des ersten Halbjahres.

Zum Thema:
Leon Rohde kam im Herbst 2009 aus Hamburg in die Lausitz, als er dem Radsportclub (RSC) Cottbus bei einer Sichtung aufgefallen war. Dank der "tollen Bedingungen", wie er selbst betont, entwickelte er sich schnell zum Siegfahrer. Im Vorjahr holte er so den Deutschen Jugendmeistertitel.

Leon Rohde vom RSC Cottbus. Foto: ski1
Leon Rohde vom RSC Cottbus. Foto: ski1 FOTO: ski1