Aileen von Reppert wurde 2015 zur ersten Sportlerin der Woche gekürt. Für die Keglerin vom ESV Lok Elsterwerda hatten mehr als 4000 Leute abgestimmt. Heute, vier Jahre später, erzählt sie, wie es ihr seitdem ergangen ist und warum es wichtig ist, Lokalsportlern diese Anerkennung zu geben.

Frau von Reppert, mehr als 52 Prozent der Menschen haben damals für Sie abgestimmt. Haben Sie von der Wahl zur Sportlerin der Woche überhaupt etwas mitbekommen?

Von Reppert Klar habe ich das mitbekommen. Auch wenn die Auswertung nur ein kleiner Beitrag war, habe ich mich sehr darüber gefreut. Es ist schon witzig, dass so viele Leute fürs Kegeln gestimmt haben, obwohl die Sportart nicht so bekannt ist.

Sie haben damals mit 579 Kegeln den Bahnrekord eingestellt. Was ist Ihre aktuelle Bestmarke?

Von Reppert Die liegt aktuell bei 604 Kegeln, allerdings auf einer Auswärtsbahn. Das kegelt man nicht jede Woche, und die Bestmarke habe ich auch schon vor ein oder zwei Jahren aufgestellt.

Wie ist es Ihnen und Lok Elsterwerda sportlich in den letzten viereinhalb Jahren ergangen?

Von Reppert Super! Unsere Mannschaft ist in der 2. Bundesliga, ebenso wie die Männer. Letztes Jahr sind wir sogar Vizemeister geworden. Trotzdem haben wir jedes Jahr den Klassenerhalt zum Ziel.

Sie sind ja erst kürzlich Landeseinzelmeisterin geworden.

Von Reppert Das stimmt. Ich bin Kreismeisterin und Landeseinzelmeisterin geworden. Dieses Wochenende fahren vier Starter vom ESV Lok Elsterwerda noch zur Deutschen Meisterschaft nach München (neben Aileen von Reppert, Cindy Peters sowie Hannes Meske und Veronique Lanzke; Anm.d.Red.). Da nehme ich mir vor, die Vorrunde zu überstehen, also unter die besten 16 von 32 zu kommen. Das klingt unterschwellig, aber die Konkurrenz ist richtig groß, teilweise sind da auch Spielerinnen aus der Nationalmannschaft dabei.

Ist das auch Ihr Traum? Einmal in der Nationalmannschaft zu spielen?

Von Reppert In der Jugendzeit war das sicher mal mein Traum, aber mittlerweile nicht mehr, nein. Der Aufwand ist zu groß und zeitlich und technisch würde ich das nicht mehr schaffen.

Sie investieren viel Zeit in den Sport. Wie geht es in den kommenden Wochen und Monaten mit Lok Elsterwerda weiter?

Von Reppert Das stimmt, Kegeln ist zeitaufwändig. Ich habe mit zehn Jahren damit angefangen und bin seitdem dabei. Wir trainieren einmal die Woche und haben von September bis März häufig einmal die Woche immer sonntags ein Punktspiel. Jetzt machen wir alle aber erst einmal Urlaub, ehe im Juli die Vorbereitung wieder losgeht.

Wie wichtig finden Sie das, Lokalsportler auch mal in diesem Rahmen zu ehren?

Von Reppert Ich finde das absolut gut, weil so auch mal Sportarten bekannt werden, die sonst nicht so publik sind. Es ist wichtig, dass auch mal Lokalsportler für ihre Leistungen geehrt werden. Gerade auch Randsportarten wie Kegeln, das in unserem Kreis zwar bekannt ist, andernorts aber nicht. Davon können kleinere Sportarten und Sportler nur profitieren.

Mit Aileen von Reppert
sprach Josephine Japke