Eigentlich wollte Daniela Lehmann nur einen gemütlichen Urlaubstag in Forst verbringen. "Wir wollten uns nur die Rosenschau ansehen", sagte die Frau aus Zwietow bei Calau (Oberspreewald-Lausitz).

Stattdessen wartete am Eingang zum Rosengarten der Forster Bürgermeister Jürgen Goldschmidt (FDP) auf sie und ihren Mann. "Ich freue mich, Sie hier als 100 000. Besucherin begrüßen zu dürfen", sagte er. Neben einer Rose als Geschenk, bekam die Zwietowerin auch gleich eine Führung von Rosengartenchef Jens Hofmann. "Ich bin sehr überrascht", sagte Lehmann.

Mindestens genauso überrascht ist der Forster Bürgermeister. "Ich bin selbst erstaunt, dass wir diese Besucherzahl so zügig erreicht haben", sagte Goldschmidt. Gerade mal ein Drittel der Rosenschauzeit ist bisher um und die prognostizierten 125 000 Besucher längst keine Illusion mehr. Nach oben korrigieren möchten die Organisatoren das gesteckte Gästeziel aber noch nicht. "Wir bleiben dabei, dass wir zur Halbzeit Anfang August Bilanz ziehen und dann gegebenenfalls auch über die Besucherprognose sprechen", so Goldschmidt.

Nach bisher konstant hohen Zahlen in den ersten Wochen der Rosenschau, war der Andrang in dieser Woche erstmals leicht rückläufig, liegt aber weiter über den Erwartungen.

"Wir sind jetzt in einer Zwischenphase", sagt Goldschmidt. Die zweite Rosenblüte steht noch bevor. "Für die restlichen Tage werden wir uns noch einiges einfallen lassen, um den hohen Stand zu halten", kündigt der Bürgermeister an.

Weitere Höhepunkte im Kluturprogramm der Rosenschau sind unter anderem das 1. Forster Irish-Folkfestival am ersten Augustwochenende, das City-Konzert am 17. August oder die Anschlussveranstaltung Ende September.

Bewährt hat sich bisher die Zusammenarbeit mit der Landesgartenschau in Prenzlau und der Internationalen Gartenschau in Hamburg.

Bei den Herkunftsregionen der Rosenschau-Besucher liegt die Hansestadt auf Platz fünf hinter Brandenburg, Sachsen, Berlin und Polen. Bei den Brandenburger, die unter den Besuchern am häufigsten zu finden sind, sei vor allem der Anteil der Gäste aus dem Norden auffällig, so Goldschmidt.