Am Sonntag ist die bunte Sammlung mit teils 90 Jahre alten Plüschbären aber nun zum letzten Mal zu sehen. Denn der Platz wird für die neuen Pläne benötigt. Das Museumsjahr 2013 soll in Spremberg schließlich nicht weniger bunt als das eben zu Ende gegangene werden. "Es war ein gutes Jahr für unser Haus", fasst Museums-Fachbereichsleiter Eckbert Kwast die Bilanz 2012 zusammen. Mit Sonderausstellungen wie der "Rundum-Kirche" und 360 Grad-Fotografie, einer viel beachteten Kunstausstellung der Malerin Sigrid Bolduan kurz vor deren 80. Geburtstag sowie mit "Made in GDR" und einem Rückblick auf die einst in der Region ansässigen Produktionsbetriebe lockte das kreisliche Museum viele Gäste auch von jenseits der Kreisgrenzen an.

Im neuen Jahr 2013 soll es nun im Niederlausitzer Heidemuseum ebenso spannend und vielseitig zugehen. Eröffnet wird das Museumsjahr mit Fotos von Erwin und Eva Strittmatter. Die heute 86-jährige Fotografin Edith Rimkus-Beseler hatte die Strittmatters vier Jahrzehnte lang in ihrem Zuhause in Schulzenhof mehrmals besucht und begleitet. Mit Erwin Strittmatter ist sie oft gemeinsam ausgeritten. Von den Begegnungen entstand eine Reihe ganz besonderer Fotos - Momentaufnahmen von einem Dichterehepaar in einem bäuerlichen Zuhause.

Die Fotoschau, die bisher nur in Cottbus zu sehen war, holt Museumschef Eckbert Kwast nun als erste Sonderausstellung des Jahres nach Spremberg. Darin könnten dann auch einige Exponate zu Ehren kommen, die das Museum im Strittmatter-Jubiläumsjahr 2012 geschenkt bekommen hat. Beispielsweise hat Dr. Inge Häußler, Germanistin an der Friedrich-Schiller Universität Jena, dem Spremberger Museum eine Sammlung wissenschaftlicher Arbeiten zum literarischen Stil von Strittmatter übergeben. Darin sind Redebeiträge zu Konferenzen, Arbeiten von Studenten und Doktoranden über das literarische Schaffen von Strittmatter gebündelt.

Eine weitere Sonderausstellung im Museum zeigt ab April Malerei und Grafik von Volkmar Twarz. Ab Ende Juli soll danach die Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Spremberg eingehend beleuchtet werden. Sie feiert im September ihr 150-jähriges Bestehen - dazu gibt es den passenden Blick zurück in die Historie.

Fest eingeplant sind im Niederlausitzer Heidemuseum natürlich auch wieder der Ostermarkt am Karfreitag und das Herbstfest am 3. Oktober. Zudem steht die Eröffnung einer kleinen Imkerei-Ausstellung in der bäuerlichen Hofanlage des Museums bevor. "Wir wollen die Geschichte und das Prinzip der Honigherstellung in unserer Region für die Besucher sichtbar machen", so Eckbert Kwast. Die Einweihung des neuen Imker-Bereiches ist für dieses Jahr geplant.