Diese Entwicklung sei dem Absatz von Suppen zugutegekommen, die verglichen mit Pizza oder Pommes deutlich gesünder seien. Unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten seien Eintöpfe und Brühen zudem effizient, erläutert die Betriebswirtin. "Denn Suppen können zentral in einer Küche und in großen Mengen zubereitet werden." Selbst einen möglichen Nachteil der Suppe deutet Körner in einen Pluspunkt um: Im Sommer verbuche sie in ihren Imbissen kaum Einbußen, schließlich tue ein warmes Essen dem Körper gerade bei Hitze gut. In ihrer Nürnberger Suppenbar "Souptopia" setzt Katerina Jühe-Skorka auf Kaltschalen wie etwa Gazpacho, um die Kundschaft auch in der heißen Jahreszeit anzulocken. Im Jahr 2001 wechselten die gelernte Buchhändlerin und ihr Mann die Berufe und machten eine Suppenbar in der Nürnberger Altstadt auf. Seitdem sei ihre Datenbank mit Kochanleitungen auf "ein paar Tausend Rezepte" angewachsen, erzählt Jühe-Skorka. Suppen seien "wahnsinnig variantenreich", doch am besten verkauften sich die Klassiker: etwa Gulaschsuppe, Chili con Carne oder Suppen nach thailändischer Art. Etwa 100 Teller Suppe löffele jeder Deutsche im Schnitt pro Jahr, hat das Deutsche Suppen-Institut im Verband der Suppenindustrie ausgerechnet. Etwa die Hälfte davon komme aus der Tüte oder Dose, sagt Verbandssprecher Dirk Radermacher. Als reines Fast Food will er Suppen aber nicht verstehen: "Man braucht Zeit für die Suppe, sonst landet sie beim Essen schnell auf dem Schlips."