Die konkrete Ursache für den Absturz war am Donnerstag aber noch unklar. 48-jähriger GlückspilzDerweil teilte das Auswärtige Amt in Berlin mit, dass unter den 125 Überlebenden auch ein 48-Jähriger aus Nordrhein-Westfalen ist. Der Mann hatte großes Glück: Er erlitt nur leichte Verletzungen und musste nicht im Krankenhaus behandelt werden.An der Passagiermaschine der Turkish Airlines habe es am 18. Februar Probleme mit den Start- und Landeklappen gegeben, die als Auftriebshilfen dienen. Das berichteten türkische Medien am Donnerstag. Nachdem die Piloten auf Probleme hingewiesen hätten, sei an dem Flugzeug gearbeitet worden. Am Montag dieser Woche sollen Piloten zudem einen Start mit der Boeing 737-800 abgebrochen haben, weil ein Warnsystem aufleuchtete. Die Maschine sei danach erneut gewartet worden.Fachleute setzten am Donnerstag intensiv die Auswertung der vom Stimmenrekorder aufgezeichneten Cockpit-Gespräche sowie des Flugdatenschreibers fort. Beide Geräte wurden inzwischen, wie international üblich, einem Spezialinstitut in Paris übergeben. Zugleich ging die Untersuchung der Wrackteile der Boeing weiter. Bei dem Absturz auf einen Acker nahe des Flughafens Schiphol wurden am Mittwoch auch die beiden Piloten und ein Pilot in Ausbildung getötet. Ein Sprecher der Turkish Airlines erklärte in Istanbul, der dritte Pilot im Cockpit habe ein Training erhalten. Olgay Özgür (29) sei aber bereits seit 2004 im Besitz einer Pilotenlizenz gewesen. Zuvor war darüber spekuliert worden, dass er die Maschine geführt haben könnte. Die drei Piloten im Cockpit seien durch eine Instrumententafel erschlagen worden.Zu wenig Leistung bei AnflugExperten des niederländischen Instituts für Luftfahrtsicherheit gehen bislang davon aus, dass die Maschine beim Landeanflug nicht genügend Leistung brachte. Denkbar sei ein Versagen der Triebwerke, aber auch ein "instabiler Landeanflug", hieß es in einer Mitteilung der staatlichen Einrichtung. dpa/ig