Mai ins Kreishaus nach Forst kommen. Aus unseren langjährigen Kontakten wissen wir, dass der Bedarf groß ist", sagt Projektleiterin Estera Lindner-Kuhlmann von der CIT GmbH, der Wirtschaftsfördergesellschaft des Landkreises Spree-Neiße, mit Sitz in Forst. Das Centrum für Innovation und Technologie (CIT) ist der führende Projektträger und unterstützt mit fünf weiteren Partnern interessierte kleine und mittelständische Unternehmen bei der Kontaktanbahnung bis hin zur Beantragung von Fördermitteln. Zu den Partnern des CIT gehören die Westliche Industrie- und Handelskammer Gorzow, die EGC Entwicklungsgesellschaft Cottbus, die Brandenburgische Technische Universität Cottbus (BTU), die Hochschule Lausitz mit Sitz in Senftenberg (Oberspreewald-Lausitz) und Cottbus sowie die Berufsfachhochschule im polnischen Sulechow, die sich seit zwei Jahren intensiv dem Bereich der erneuerbaren Energien widmet und deshalb als Partner ausgewählt worden ist, wie Lindner-Kuhlamm betont.Auf beiden Seiten der Neiße stünden kleine und mittlere Unternehmen aus den Branchen Autoindustrie und -zulieferer, Metallverarbeitung, Elektromaschinenbau, Chemieindustrie und Ernährungswirtschaft im Fokus des Projektes. "Wir grenzen allerdings niemanden aus, Wer nicht in diesen Schlüsselbranche tätig ist, jedoch darüber nachdenkt, wie er durch Verbesserung von Technologien oder durch neue Produkte seine Wettbewerbsfähgikeit steigern oder sein Marktgebiet erweitern kann, der findet bei uns Hilfe", sagt die Projektmanagerin. Im Vordergrund stehe die individuelle Beratung und Vermittlung zum passenden Forschungspartner in Deutschland oder Polen. "Wir wollen Brücken bauen und natürlich auch ganz konkrete Kooperationen auf den Weg bringen", so Lindner-Kuhlmann. Konkrete Projekte sollen mit mindestens jeweils drei deutschen und drei polnischen Unternehmen gelingen - eine realistische Größe, wie sie nach 15 Jahren Hilfe und Begleitung von Unternehmen im deutschen und polnischen Markt sagt. Geplant seien bis Ende 2012 in jedem Quartal zwei themenspezifische Veranstaltungen mit jeweils zehn bis 15 Teilnehmern, auf denen sich die universitären Einrichtungen vorstellen und die potenziellen Kooperationspartner kennenlernen können. Denkbar sei auch, dass Absolventen und Studenten im Abschlusssemester den am Projekt teilnehmenden deutschen und polnischen Unternehmern dabei helfen, herauszufinden, was in ihrem Betrieb verbesserungswürdig wäre und konkrete Projekte vorbereiten. "Gelder für Forschungsthemen können wir nicht zur Verfügung stellen, das läuft über die üblichen Wege. Die können wir jedoch in Zusammenarbeit mit der Zukunftsagentur Brandenburg und der Investitionsbank des Landes Brandenburg ausloten und Fördermittel beantragen helfen", fügt sie hinzu. Das dreijährige Deplionno-Projekt wird aus Mitteln des europäischen Fonds für regionale Entwicklung im Rahmen des Programmes zur grenzübergreifenden Zusammenarbeit der Wojewodschaft Lubuskie und des Landes Brandenburg gefördert. Lindner-Kuhlmann zufolge stehen aus dem Fonds bis 2012 exakt 501 896,28 Euro zur Verfügung. "Die Kalkulation muss auf den Cent genau erfolgen bei der Antragstellung", erklärt sie. B.M.