Eines der Opfer konnte nur noch tot geborgen werden, teilte die Polizei in Rosenheim mit. Die Schneemassen hatten sich am 1686 Meter hohen Laber gelöst. Die Helfer der Bergwacht und der Alpinen Einsatzgruppe der Polizei waren mit drei Hubschraubern und einem Notarzt im Einsatz. Die Nacht zum Mittwoch war in Deutschland zum Zähneklappern frostig. Im Süden Deutschlands seien an mehreren Messstationen minus 20 Grad regis triert worden, sagte Meteorologin Dorothea Paetzold vom Deutschen Wetterdienst in Offenbach. Die Schneefälle der vergangenen Tage haben die Schneedecken erheblich anwachsen lassen und die Lawinengefahr in den österreichischen Alpen weiter erhöht, zahlreiche Straßen sind unpassierbar. Die Vorarlberger Skiorte Lech, Zürs und Stuben in Österreich waren am Dienstag und in der Nacht zum Mittwoch von der Außenwelt abgeschnitten. Am Morgen wurden die Zugangsstraßen, die wegen Lawinengefahr gesperrt waren, wieder geöffnet. Rund 15 500 Menschen, unter ihnen die niederländische Königsfamilie in Lech, waren über Nacht eingeschneit gewesen. Insgesamt fiel der Winter 2008/09 in Deutschland etwas kälter, aber sonniger aus. Zwar gab es reichlich Schnee, doch insgesamt fiel relativ wenig Niederschlag. Zehn Tage vor dem Ende des meteorologischen Winters errechnete der Wetterdienst eine Durchschnittstemperatur von minus 0,4 Grad. Dieser Wert liege ein halbes Grad unter dem langjährigen Mittel. Aussichten auf baldigen Frühling bestehen nicht. dpa/kr