"Auf die Liste mit Fristen und Nachfristen müsste der Bauträger reagieren und die Mängel abstellen, wenn nicht doch alles auf einen Rechtsstreit hinauslaufen soll", so Joachim Käks.

Mängel gibt es nicht nur an den Balkonen, aber mit ihnen wurde der Streit öffentlich. Die Eigentümer hatten zwar pünktlich einziehen können, der erste Balkonbauer kam laut Quattrohaus-Geschäftsführer Gerd Mielke aber seinen Verpflichtungen nicht nach. Das wohl mehrfach wiederverwendete Baumaterial, mit dem die erste Balkon-Generation entstand, schien sich aufzulösen. Vermutlich war das Holz zu feucht eingebaut worden. Inzwischen sind die Balkone an Haus A und B komplett erneuert. Nur am Haus C sollen vier Balkone nicht neu gebaut, sondern lediglich repariert werden. Der Streit zerrt an den Nerven der Eigentümer. Während einige Balkone abgenommen sind und die Nutzer endlich Ruhe wollen, fordern ihre Nachbarn Gerechtigkeit. Die Mängelliste wäre ein erster Schritt. "Die Leute wollen einen ordentlichen Balkon, den haben sie schließlich gekauft", sagt Joachim Käks. Aber auch die unklare Rechtslage zu Balkonen mache den Streit langwierig und schwierig.