Es duftet nach frisch gemähtem Rasen. Kleine Wagen transportieren die weiß strahlenden Zaunteile auf den Turnierplatz. Mehrere Männer packen an, schlagen Heringe in den Boden und ziehen Schrauben fest. Das Gras an der schrägen Radrennbahn wird frisiert, der Beton gefegt. Eine Frau schrubbt die roten Sitzplätze auf den Tribünen. Von der Spremberger Straße aus sind die noch verwaisten Ess- und Trinkbuden sichtbar. In sieben provisorischen Ställe werden die Pferde untergebracht. Sogar eine Dusche steht für die edlen Vierbeiner bereit. Die letzten Vorbereitungen und Aufbauarbeiten laufen nach Plan, verkündete der Veranstalter. "Das benötigte Material ist da", sagte Horst Stein, Vizepräsident des Polizeisportvereins 1893 Forst (PSV). Am heutigen Donnerstag treffen die Helfer ein, dann sollen auch der erste Hindernis-Parcours aufgebaut und die Beflaggung angebracht werden. Am Abend erfolgen die letzten Kontrollen auf Sauberkeit und Sicherheit. 87 Reiter mit 296 Pferden werden im Rad- und Reitstadion erwartet, das sind laut Stein mehr Teilnehmer als im vergangenen Jahr. Aus der Region seien rund 20 Prozent mehr Sportler vertreten. Kulturell wird das dreitägige Turnier umrahmt von diversen Ensembles. "Das Programm steht", sagte André Pottag, Vizepräsident des PSV und Verantwortlicher für die Schaubilder, am Dienstag. Unter anderem sind das Blasorchester Vattenfall, die Sambaband "Com Gosto" der Kunst- und Musikschule Spree-Neiße, die Jagdhornbläser aus Forst und die Cottbuser Musikspatzen dabei. Der Karnevalsverein Forst-Sacro hat einen Sketch vorbereitet. "Uns ist es wichtig, den Vereinen aus der Region bei diesem Turnier eine Plattform zu bieten", sagte Pottag. Somit könnten diese sich auch über die Grenzen hinaus präsentieren. Für Kinder wird wieder Ponyreiten angeboten, ebenso eine Hüpfburg und andere Spiele. Wer im Stadion auf einen Sitzplatz spekuliert, muss sich beeilen und sollte laut Veranstalter noch schnell an den Vorverkaufsstellen, zum Beispiel in der Tourismus-Information Forst, zugreifen. Die West-Tribüne ist bereits ausverkauft, auf der Ost-Tribüne gibt demnach es nur noch Restkarten. "Dort ist Sonnenschein garantiert", sagte André Pottag. Das zumindest prophezeit der Wetterbericht.