Zwei Mal stimmten die Synodalen über den Stellenplan ab. Die Diskussion entzündete sich an der Streichung der anteiligen Stelle für den Jugendpfarrer bei parallelem Ausbau der Öffentlichkeitsarbeit. Kreiskirchenrat und Strukturkommission begründeten dies mit der unbesetzten Jugendpfarre, fehlendem Interesse der Pfarrer an dem Amt und geringer Nutzung von Mitteln für Kinder- und Jugendprojekte durch die Kirchgemeinden.

„Neben organisatorischer Betreuung erwarten die Jugendlichen theologische Anleitung und Impulse“, widersprach David Lehmann, einer der jüngsten Synodalen. „Es werden bald Pfarrstellen ausgeschrieben, darunter einige mit anteiliger Arbeitszeit. Eine solche mit dem über das 25-Prozent-Anteil des Jugendpfarrers zur Vollzeitstelle aufzustocken, würde die Chancen einer raschen Besetzung deutlich erhöhen“, sagte Pfarrer Klaus Natho.

Pfarrer Christian Popp verteidigte die Aufstockung der Mittel für die Öffentlichkeitsarbeit, da viele kirchliche Aktivitäten derzeit kaum außerhalb der Gemeinden wahrgenommen würden. Pfarrer Andreas Jagdhuhn forderte, die Basisarbeit zu stärken und weniger Wert auf öffentliche Aufmerksamkeit zu legen.

Als die Diskussion abgebrochen wurde, fiel der Stellenplan mit großer Mehrheit durch. Nach einer Pause gab es einen Kompromiss, der Mittel für den Jugendpfarrer vorsah, die zur Aufstockung einer Pfarrstelle genutzt werden können. Dafür fließt weniger Geld in den Ausbau der Öffentlichkeitsarbeit.

Die Synode stimmte der Schließung des Freizeitheims Bomsdorf zum 31. Dezember 2011 aus Kostengründen zu. Ein evangelischer Kindergarten in Guben wird aufgegeben und dafür die Kita des Naemi-Wilke-Stiftes auf 100 Plätze erweitert.

Während die Gottfried- Forck-Grundschule Cottbus auf festen Beinen stehe, bleibe die Situation in der Grundschule Forst schwierig, sagte Superintendentin Ulrike Menzel. Geplante Mittelkürzungen des Landes für freie Schulen würden die Lage verschärfen. Daher forderte die Synode mit großer Mehrheit Landtag und Landesregierung auf, die Kürzungen zu unterlassen.