Die Versicherungssumme sollte so gewählt werden, dass die Hinterbliebenen ausreichend versorgt sind. Als Faustregel gilt: Das vier- bis fünffache Brutto-Jahresgehalt sollte abgesichert werden, damit der Schutz ausreichend ist. Wer weniger versichert, riskiert die finanzielle Unabhängigkeit der Familie in einer schlimmen Krisensituation. Wer bereits in jungen Jahren eine Police abschließt, entscheidet sich oft für eine niedrige Versicherungssumme, die später nicht mehr reicht, wenn Kinder da sind und das Einkommen gestiegen ist.

Für diese Fälle sollten Verbraucher eine Nachversicherungsgarantie bei ihrer Risikolebensversicherung vereinbaren. Dann haben sie die Möglichkeit, die Versicherungssumme einer neuen Lebenssituation anzupassen, ohne dass sie erneut eine Gesundheitsprüfung durchlaufen müssen. Alternativ können sie auch eine Risikolebensversicherung mit Dynamik abschließen, bei der Versicherungssumme und Beiträge jährlich automatisch angepasst werden.

Männer zahlen mehr als Frauen. Bei der Prämienberechnung gilt: Jedes Risiko kostet einen Zuschlag. Männer zahlen mehr als Frauen, weil sie statistisch gesehen früher sterben. Raucher zahlen für ihre Risikolebensversicherung mehr, weil sie ebenfalls eine geringere Lebenserwartung haben. Und auch Übergewichtige müssen mit Zuschlägen rechnen.

Hobby oder Beruf maßgebend. Das Hobby oder der Beruf kann die Prämie der Risikolebensversicherung ebenfalls maßgeblich beeinflussen. Versicherte mit Risikoberufen wie Bergführer oder Pilot müssen genauso mehr zahlen wie Polizisten in Sondereinheiten. Und wer seine Freizeit als Hobby-Drachenflieger oder Ballonfahrer gestaltet, muss ebenfalls Zuschläge bei der Prämie für die Risikolebensversicherung in Kauf nehmen.

Ehrlichkeit zahlt sich aus. Entscheidend beim Antrag für eine Risikolebensversicherung sind die Gesundheitsfragen im Antrag. Man sollte für einen effektiven Schutz durch die Risikolebensversicherung seine Krankengeschichte immer gewissenhaft zu Papier bringen, aktuelle Erkrankungen nicht verschweigen und nichts beschönigen. Die kleinen Lügen bei der Gesundheitsprüfung zur Risikolebensversicherungen kommen durch Krankenakten immer ans Licht und führen in der Regel dazu, dass die Versicherung die Versicherungssumme nicht auszahlen muss. Sinnvoller ist es allemal, bei der Gesundheitsprüfung alle Vorerkrankungen anzugeben und einen Risikozuschlag für die Risikolebensversicherung zu zahlen – dann ist der Versicherungsschutz trotz Vorerkrankungen sicher.