Allen voran Mädchen und Jungen der Radduscher Kita „Marjana Domaskojc“, die – wie kann es bei diesem Kita-Namen auch anders erwartet werden – flugs mal die wendischen Sprachkenntnisse des Jubilaren getestet haben.

Weniger die wendischen Sprachkenntnisse als vielmehr die „hervorragende touristische Aufbauarbeit“ Stephans würdigte Anton Hötzelsperger aus der bayerischen Partnerregion, dem Wanderparadies Samerberg. Zwei Jahrzehnte verbinden die beiden Reiseregionen miteinander. Gekrönt werden soll das mit einem gemeinsamen Prospekt, der auf der nächsten Grünen Woche in Berlin präsentiert werden soll.

Hatte Peter Stephan den Kita-Kindern angesichts der vielen Gäste und damit verbundener Möglichkeiten jede Bange um einen späteren Arbeitsplatz nehmen wollen, so ließ der Bayer in Raddusch die Gelegenheit nicht unversucht, seine schöne Heimat mit verlockenden Stellenangeboten zu preisen.

Nichts da. Dieter Hütte, Geschäftsführer der Tourismus Marketing Brandenburg, erwiderte: „Die Zeiten sind vorbei, in der wir gut ausgebildete Fachkräfte in Richtung Süden geschickt haben. Die brauchen wir jetzt selbst.“ Den Grundstein dafür habe Peter Stephan mit gelegt, indem er vor 20 Jahren den Fremdenverkehrsverband im Spreewald mit den Kreisen Spree-Neiße, Dahme-Spreewald und Oberspreewald-Lausitz aufbaute. Als Quereinsteiger, wie Wolfram Beck, Ehrenvorsitzender des Tourismusverbandes, weiß. Ein Quereinsteiger, der es geschafft habe, im Verband die Kräfte zu bündeln für eine überzeugende Außendarstellung des Spreewaldes. „Dabei brauchte ich ihn nie zu schieben und zu ziehen. Nur manchmal zu bremsen, wenn er übers Ziel hinausschießen wollte“, plauderte Beck vor amüsierten Gästen.