Blut zu spenden, ist für den Forster seit Jahrzehnten Ehrensache. Lucas war 18 Jahre alt, als er sich zum ersten Mal anzapfen ließ. Damals hatte er sich im Kraftwerk Lübbenau gerade zum Elektriker ausbilden lassen. Nicht nur die eigene Überzeugung war es anfangs, die ihn zum Blutspenden gebracht hat. ,,Das war doch zu DDR-Zeiten bei uns selbstverständlich, schließlich musste der Jahresplan erfüllt werden. Da gehörte es dazu, dass man im Kollektiv spenden ging", blickt Lucas zurück. Fast geschlossen sei seine Lehrlingsklasse damals gegangen.

,,Mir wurde bisher nicht ein einziges Mal schwindelig oder gar schlecht", sagt er.

Fünfmal im Jahr wird er zur Ader gelassen, ohne etwas dafür zu bekommen. Wirbel um seine Person hält er trotzdem für unangemessen. ,,Ich bin gesund. Das wird bei der Blutspende festgestellt. Es ist zur eigenen Sicherheit. Und ich kann anderen mit meinem Blut helfen." Zum Glück habe er bisher kein fremdes Blut gebraucht, so der Forster. Eigentlich möchte er Blut spenden, solange sein Körper den Eingriff ohne Probleme verkraftet. Es gibt aber Altersgrenzen. Laut Deutschem Roten Kreuz (DRK) dürfen Spender höchstens 68 Jahre alt sein.

,,Gerade im Sommer sind die Krankenhäuser auf jeden Blutspender angewiesen.Während der Urlaubsmonate nimmt die Zahl der Freiwilligen nämlich jedesmal stark ab", erklärt Bärbel Reichenberger vom Blutspendedienst des DRK.

Neben Werner Lucas ließen sich an diesem Tag in Forst weitere 53 Frauen und Männer an die Nadel legen, zwei davon zum ersten Mal.