Wolfram Dittrich, Fan der Musikformation und bis 1953 auch Bürger der Stadt – heute lebt er in Domsdorf – rief während eines Klassentreffens Freunde auf, bei der Finanzierung eines neuen Baums und eines Schutzgitters zu helfen. Und er fand große Unterstützung.

Siegfried Stockmann kümmerte sich um die Beschaffung der zehn Jahre alten Blutbuche, die vom Baumschulgärtner Ralf Schneidereit zur Verfügung gestellt wurde. Schlossermeister Rainer Harig fertigte das Gatter unentgeltlich an, sodass nur die Kosten der Verzinkung zu tragen waren.

Am Samstagvormittag war es dann soweit. Während zeitgleich auf dem Marktplatz der Weihnachtsbaum aufgestellt wurde, konnte im Kurpark im Beisein von Bürgermeister Thomas Richter (CDU) sowie Sponsoren und unter den Klängen einer Abordnung der Big-Band und daraus hervorgegangener Formationen der stattliche Baum neu gepflanzt werden.

Für den Bürgermeister ist das mehr als ein Zeichen. „Jetzt erst recht“, mit dieser Initiative hätten Kurstädter bewiesen, dass ihnen die Entwicklung ihrer Stadt nicht einerlei ist, meinte er. Er sicherte zu, dass noch 2011 die übrigen vier geschädigten Bäume nachgepflanzt werden. Die Stadt hatte seinerzeit die Pflege übernommen. Dr. Michael Kreher, organisatorischer Leiter der Big-Band dankte Wolfram Dittrich und allen Sponsoren für ihr Engagement und sagte: „Auf diese Weise sorgen wir dafür, dass wir unseren Kurpark gepflegt nachfolgenden Generationen übergeben können.“ Dass er anstelle mit Wasser berufsgemäß den Baum mit einer Nährlösung und „Vitamintropfen“ angoss, sorgte für Schmunzeln.