Dezember zum in Frauwalde stattgefundenen Forum zur „Wiederansiedlung“ /Rückkehr des Wolfes in die Brandenburger Lausitz:

Was dabei von Kommunal- und Landespolitikern zur Sache gesagt wurde ist haarsträubend. Ortrands Amtsdirektor Karsten Sickert sollte vielleicht ein paar Nachhilfestunden in Geografie und Biologie nehmen, bevor er sich dazu äußert. Denn dann wüsste er, dass die Karpaten durchaus nicht gar so dünn besiedelt sind. Seit Jahrhunderten werden dort Schafe gezüchtet, obwohl es dort Wölfe und Braunbären gibt. Vielleicht hätte Herr Sickert mit Hobby-Schafzüchtern und Jägern mal einen Ausflug in die Karpaten unternehmen und sich bei den Bewohnern dort erkundigen sollen, wie sie mit Wölfen und Bären im Einklang leben, bevor man sich unqualifiziert auf Foren äußert.

Zur biologischen Fachkenntnis des Herrn Sickert (geäußert am 4. Dezember): Vollkommen undiskutabel, wer Säugetiere mit Insekten vergleicht. Mit einem hat der Herr Sickert allerdings Recht. Es gibt in unserer hochtechnisierten Gesellschaft mehr Läuse als Wölfe.

Herr Sickert, vielleicht sollten Sie sich ja mal mit dem Thema Zecken in Brandenburg beschäftigen, denn die sind zahlreicher und wesentlich gefährlicher.

Mir ist unerklärlich, woher Herr Sickert sich das Recht nimmt, bestimmen zu wollen, wo welches Tier zu leben hat.

Zu den zehn Forderungen des Landtagsabgeordneten der CDU, Herrn Dombrowski: Unter Punkt 5 „ auch durch den Wolf reduzierte Wildbestände in den Jagdbezirken sind zu entschädigen “ Einfach lächerlich, demnächst bezahlt der Bürger (Steuerzahler) noch die Zielscheiben für die Hobbyjäger. Besser wäre natürlich, der Wolf kauft seine Nahrung im Supermarkt.

Unter Punkt 6 „Der Wolf soll in das Jagdrecht aufgenommen werden und ganzjährig unter Schonzeit gestellt werden“ Zu vergleichen mit: Wir setzen den Fuchs in den Gänsestall, garantiert tut er den Gänsen das ganze Jahr über nichts.

Ebenso die Punkte 8 und 9. Wer solche Forderungen aufstellt hat große Probleme mit der Rückkehr der Wölfe. Die Betonung liegt bei Rückkehr, denn niemand hat den Wolf angesiedelt. Im Umweltamt sollte man wissen: der Wolf gehört zur Umwelt.

Bunte Blüten im Blumenkasten

Auf eine Augenweide an seinem Haus macht unser Leser Peter Stock aus Finsterwalde aufmerksam: Ich sende eine Aufnahme, das ich am 15. Dezember gemacht habe. Die Belagonien haben wir im zeitigem Frühjahr im Blumenkasten am Fenster zur offenen Terasse gepflanzt. Wie man sieht, blühen diese immer hoch, und das im Dezember.