Sie tragen maßgeblich dazu bei, sowohl die Patienten als auch das Personal vor der Übertragung von Krankheitserregern zu schützen. Ob im neuen Hybrid-Saal oder im Patientenzimmer – die fleißige Mannschaft der Reinigung hält alles sauber.

Eins gleich vorweg: die größte Gefahr, Keime und Krankheitserreger zu verbreiten, sind unsere Hände. Bis zu 80 Prozent aller ansteckenden Erkrankungen werden über die Hände übertragen, beim Händeschütteln, beim Benutzen der Türklinke oder beim Zurechtrücken eines Stuhls. Deshalb hängen auch für die Patienten und Besucher überall im Herz-
zentrum Spender mit Desinfektionsmitteln. In Sekundenschnelle lassen sich so die Hände desinfizieren und die Gefahr der Übertragung von Krankheitserregern minimieren – zum Schutz aller.

Für die Profis in Sachen Reinigung ist das selbstverständlich, allerdings tragen die Frauen und Männer des achtköpfigen Teams während ihrer Arbeit ohnehin Handschuhe. „Viele Räume wie die Patientenzimmer, die Toiletten und die Funktionsbereiche reinigen wir täglich, andere im Abstand von wenigen Tagen oder wöchentlich“, sagt Michael Noack, Teamleiter der Reinigung. Mehr als 110.000 m² Fläche pro Monat müssen in der Klinik gesäubert werden, davon 82.000 m² auf den Stationen, in der Verwaltung, den Fluren und Treppen, weitere 27.000 m² auf der Intensivstation und 900 m² in den bisherigen OP-Bereichen. Mit dem neuen Hybrid-Saal kommen jetzt täglich über 77 m² nochmal dazu. Alles um den OP-Platz herum wird desinfizierend gereinigt. Um die Medizintechnik kümmern sich erst das OP-Team und später die Kollegen von der Zentralsterilisation. Bei Notoperationen sorgen die Mitarbeiter der Reinigung auch in der Nacht für Ordnung, ansonsten wird in der Regel zwischen 5 und 20 Uhr geputzt, gewienert und poliert. Vom Spiegel im Patientenbad über die Treppen im Flur bis zum Schreibtisch in der Verwaltung weiß jeder im Team, was wann zu tun ist. „Wir sind Profis in dem Bereich“, sagt Uwe Hoffmann, Bereichsleiter der DGS Proservice GmbH, zu der die Reinigung zählt, und die eine Tochtergesellschaft der Sana Kliniken AG ist. „Trotzdem sind wir dankbar für Hinweise von den Klinik-Mitarbeitern, aber auch von den Patienten und deren Besucher. Je eher wir erfahren, was besser gemacht werden kann, desto schneller können wir reagieren. Schließlich sollen alle mit der Sauberkeit im Haus zufrieden sein und sich wohlfühlen.“

Mitunter fragen Patienten gleich direkt – beispielsweise nach dem Inhalt der Reinigungswagen oder den verschiedenen Reinigungstüchern. Denn auch hier steckt ein System dahinter. Geputzt wird nach Farbe. „Die blauen Tücher sind für Oberflächen wie Tischplatten, Türklinken und Fensterbretter“, klärt Michael Noack auf. Die Toiletten und Bäder werden mit zwei unterschiedlichen Tüchern gereinigt. „Die gelben benutzen wir für die Waschbecken und Duschen, die roten sind ausschließlich für das WC.“ Die standardisierten Vorschriften schützen vor der Verteilung von Keimen. Neben den eigenen Kontrollen durch das Personal finden regelmäßig Begehungen mit Klinikmitarbeitern statt, bei denen die Hygiene noch einmal genau unter die Lupe genommen wird. „Wir wollen höchste Qualität in unserer Arbeit abliefern, damit alle zufrieden sind. Einschließlich wir selbst.“