ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 02:44 Uhr

Das kleine Einmaleins des DVB-T Empfangs

Immer wieder tauchen bei dem Thema terrestrischer Fernsehempfang Fragen auf. Die RUNDSCHAU erklärt die wichtigsten Begriffe und was man für den Fernsehempfang via Antenne braucht und wissen muss. red/ckx

Was ist DVB-T?

Unter der Abkürzung DVB-T wird eine Variante des digitalen Videorundfunks verstanden. Das "T" steht für "terrestrial" und meint eine erdgebundene Übertragungstechnik. Daneben gibt es noch DVB-S, was eine satellitengestützte Übertragungstechnik meint, DVB-C steht für die kabelgebundene Übertragungstechnik und DVB- IPI für die Übertragung über das Internet.

Warum wurde DVB-T überhaupt eingeführt?Der dritte Empfangsweg des Fernsehens per Funk neben Kabel und Satellit sollte auch nach der Umstellung von analog zu digital erhalten bleiben.

Die Grundsicherung für die Bevölkerung mit Medieninhalten soll so sichergestellt werden.

Welche Vorteile hat DVB-T gegenüber der analogen Übertragungstechnik?DVB-T soll den Nutzern die Möglichkeit bieten, von verschiedenen Standorten oder von unterwegs auf Fernsehinhalte zugreifen zu können. Die Bildqualität ist zudem um ein Vielfaches besser als bei der analogen Technik.

Gibt es DVB-T nur in Deutschland?Nein. Die digitale, erdgebundene Übertragungstechnik ist international standardisiert. In großen Teilen Europas, im Süden Asiens, in Australien und Südafrika wird bereits mittels DVB-T übertragen.

Was wird für den DVB-T Empfang benötigt?Für den Empfang von DVB-T ist eine Antenne notwendig. Außerdem braucht jeder Fernseher ein DVB-T Empfangsgerät, was die digitalen Datenpakete für den Fernseher "lesbar" macht. Moderne Fernsehgeräte verfügen bereits über ein integriertes DVB-T Empfangsgerät. Wer über seinen Computer fernsehen möchte, kann im Fachhandel einen DVB-T Stick erwerben, der über USB an den Rechner angeschlossen wird.

Woher weiß man, ob DVB-T mit einer Zimmerantenne zu empfangen ist?Auf der Internetplattform www.ueberallfernsehen.de/empfangsprognose wird auf einer Karte die Empfangssituation in für das gesamte Bundesgebiet dargestellt. Außerdem lassen sich dort viele nützliche Informationen zu dem Thema DVB-T finden.

Was kommt nach DVB- T?Der Nachteil von DVB-T ist, dass die Übertragungstechnik keine Ausstrahlung der Programme in HD (High Definition) zulässt. Daher wird gegenwärtig an DVB-T2 gearbeitet, was eine HD-Bildqualität ermöglichen soll. Ein Einstieg der öffentlich-rechtlichen Programme von ARD ist frühestens für den Zeitraum von 2016 bis 2018 angedacht.

Gibt es eine Kontaktmöglichkeit bei Störungen?Ja. Besonders mit dem neuen Mobilfunkstandard LTE (Long Term Evolution) für Smartphones gibt es beim DVB-T Empfang immer wieder Störungen. Deshalb hat die Bundesnetzagentur eine 24-Stunden-Hotline unter 0180 3232323 (Festnetzpreis 9 ct/min; Mobilfunkpreise maximal 42 ct/min) eingerichtet.