Früher war es üblich, nicht nur Ansichten, sondern auch Ereignisse und Werbung auf Postkarten zu verewigen. So ist auf einer der Sammlerstücke auch das Eisenbahnattentat von Drebkau von 1903 festgehalten. Erzählt wird, dass ein Passagier bei Drebkau des Zuges verwiesen wurde und er aus Rache Holzschwellen auf die Schienen gelegt hat und es so zum Eisenbahnunglück kam. Drebkauer sprechen vom ersten Eisenbahnattentat der Geschichte.

Auf den historischen Drebkauer Ansichtskarten des Radensdorfer Sammlers Rüdiger Krause sind auch das hölzerne Bahnhofsgebäude von Drebkau im Jahr 1870 und das Drebkauer Schloss mit Taubenhaus und Schlossteich von 1900 festgehalten. Auch finden sich eine Grußkarte aus der Grube Mercur und eine Ansicht des Löschener Herrenhauses im Jahr 1914. Mit den Cottbuser Ansichtskarten von Vater Hans Krause ist anschaulicher Geschichtsunterricht über die Lausitzmetropole möglich: Die Ansichten des alten Altmarkts, des legendären Kammerbrettl's und des Porzellangeschäftes Stein sind auf Postkarten ebenso ausgestellt. Selbst eine Zukunftsvisionskarte von Cottbus mit Ballonen über dem Altmarkt, vielen Straßenbahnen und Autodroschken auf dem Altmarkt und einer Schwebebahn über dem Altmarkt von 1910 ist zu sehen. Interessant auch die vielen Ansichtskarten aus Cottbus mit Menschen, darunter viele in sorbisch/wendischer Tracht. Eine Ansichtskarte zeigt das "Erste und größte Spezialhaus für die Wendische Tracht" aus den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts.

"Wer einen Streifzug durch Drebkauer und Cottbuser Geschichte machen will, der sollte sich diese Sonderschau unbedingt anschauen", empfiehlt Museumschefin Roswitha Baumert. Möglich ist das Donnerstag und Freitag von 13 bis 17 Uhr sowie am 3. November von 13 bis 17 Uhr. Sonderführungen können unter Telefon 035602 22159 vereinbart werden.