Die heutige Parkleiterin hat 1993 als ABM-Kraft bei der kurz zuvor gegründeten Bundesgartenschau GmbH angefangen. Sie hatte das Projekt ,,Nachwachsende Rohstoffe" verantwortet, erinnert sich die 47-Jährige. Als Schäferin und studierte Tierzüchterin hatte sie zwar eine Beziehung zur Landschaftspflege. Die Buga sei für sie aber ,,der Start in ein neues Leben" gewesen. Heute betrachtet sie den Park wie ihren eigenen Garten. ,,Im Frühjahr ist der Platz um die Wiesenparkhütte besonders schön." Im Sommer sind es der Rosengarten oder die Heckengärten in der Nähe des Parkcafés. Derzeit werden der blaue und der weiße Garten nach Buga-Plänen wieder angelegt.

Die Parkleiterin verwaltet die Gebäude, erteilt Aufträge und überwacht die Parkpflege. Im Frühling muss die Frühjahrsbepflanzung, im Winter die Schneeberäumung organisiert und im Sommer die Bewässerung gewartet werden. Mittlerweile steht der Spreeauenpark unter dem Dach der Cottbuser Congress-, Messe- und Touristik-GmbH (CMT). ,,In den letzten drei, vier Jahren sind die Besucherzahlen wieder gestiegen", sagt Angela Nattke, Referentin des CMT-Geschäftsführers.Während 2007 außerhalb von Großveranstaltungen 18 000 Parkbesucher gezählt wurden, waren es 2009 rund 23 000. ,,Familien kommen zur Erholung oder zum Spielen", sagt Angela Nattke. Liegen und Stühle laden zum Sonnenbad ein. Neuerungen wie die sieben Kraftpunkte oder Sportgeräte für Senioren sind zusätzliche Attraktionen. Die Spreeauennacht und der Tag der Vereine sind jährliche Fixpunkte.

Aber die Stadt profitiert auch anders von der Bundesgartenschau. ,,Ohne Buga hätten wir weder die getrennten Autobahnauffahrten noch das Bahnhofsgebäude in seiner heutigen Gestalt oder die Messehallen", sagt Karola Komolka. ,,Die Buga gab den Anstoß für viele Dinge, die für uns heute alltäglich sind." Auch die Fontäne auf dem Amtsteich gäbe es in ihrem heutigen Zustand nicht. Ulrike Elsner