Leser Christian Henkert wollte am Reporter-Telefon wissen, was hinter den Bauplanen passiert. Wie Planerin Manuela Konzack erklärt, war der Spritzbeton im Dachbereich so marode, dass große Stücke herunterfielen. Die darunter liegende Trägerkonstruktion war stark vom Rost geschädigt. Der TAZV hatte den Eingang zum Turm bereits übertunnelt, um Mitarbeiter, die die Anlagen betreuen, nicht zu gefährden. Es werde eine neue, verzinkte Trägerkonstruktion eingebracht und mit einem leichten Fassadensystem verkleidet, sagt Manuela Konzack. Zudem würden Klinker der Turmhaut neu verfugt und defekte Steine ausgetauscht. Durch die Fugen sei Wasser eingedrungen, in den Decken seien Stahlträger verrostet, die ebenfalls erneuert werden müssten. "Ohne die Instandsetzung hätten wir Turm sperren müssen", sagt der beauftragte Verbandsvorsteher Stefan Ladewig. Die Kosten für das Bauvorhaben beziffert er auf 400 000 Euro, wovon gut die Hälfte als Fördergeld vom Land fließe. Die Arbeiten, die Ende Mai begannen, sollen Ende September abgeschlossen sein. Die Trinkwasserversorgung für die Dahmenser sei nicht gefährdet, sagt Stefan Ladewig. Hauptteile der Versorgungsanlagen befinden sich außerhalb des Turmes. Wohl aber hätte der fortschreitende Verfall Verbinderstücke beeinträchtigen können, die im Turm liegen.