Innerhalb der sogenannten der Trägerbeteiligung können die Gemeinden und der Landkreis unabhängig voneinander Hinweise und Einwände geltend machen. Davon hatte der Landkreis vor einigen Monaten in einer Stellungnahme schon Gebrauch gemacht. Darin forderte er unter anderem, dass für die Standorte eine Höchstzahl an Anlagen festgeschrieben werden sollte, um ein Überfrachten von Landschaften mit Windrändern zu vermeiden.

Die UBL/Grüne-Fraktion im Kreistag Dahme-Spreewald fragt sich zum Beispiel, ob im Zuge der verstärkten Nutzung alternativer Energien neue Leitungen notwendig sind. Doch nach Informationen der Netzbetreiber Envia Netz GmbH und e.on edis Netz AG, die Netzplanungen vorbereiten und realisieren, sind zurzeit in LDS keine neuen Hochspannungsleitungen geplant.

Wäre das der Fall, sei für neue Hochspannungsleitungen ab 110 Kilovolt ein Planfeststellungsverfahren vorgeschrieben. So ein Verfahren wird im Land Brandenburg durch das Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe durchgeführt. Innerhalb dieses Verfahrens werden auch die Landkreise beteiligt.

Laut Jörg Schrager, Leiter des Kreisentwicklungsamtes mit Sitz in Köngis Wusterhausen, basiert der Teilregionalplan Windkraftnutzung auf der Energiestrategie 2020 des Landes Brandenburg. Damit hat sich Brandenburg das Ziel gesetzt, Energiesparpotenziale konsequent zu erschließen. So soll beispielsweise bis zum Jahr 2020 der Energieverbrauch um 13 Prozent und die Kohlenstoffdioxid-Emissionen um 40 Prozent gesenkt werden. Außerdem soll der Anteil erneuerbarer Energien am Primärenergieaufkommen auf 20 Prozent steigen. Einen bedeutenden Anteil mit etwa 45 Prozent soll dabei die Windenergienutzung leisten.

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Zum ThemaMit Stand vom 31. Dezember 2010 sind im Dahme-Spreewald-Kreis 180 Windkraftanlagen, davon 157 in ausgewiesenen Eignungsgebieten, mit einer installierten Leistung von 297 Megawatt (MW) an das Netz der Grundversorger angeschlossen. Laut Bericht haben diese Windkraftanlagen im Jahr 2010 eine Strommenge von 377 256 Megawattstunden (MWh) eingespeist. Bei einem durchschnittlichen Stromverbrauch von etwa 750 000 MWh wurden somit ungefähr 50 Prozent des Strombedarfs des Landkreises Dahme-Spreewald durch Windenergie gedeckt.