Das hat der Betreiber über die Facebook-Seite des Ladens bekannt gegeben. Der Grund sind offenbar fehlende Genehmigungen. Vor wenigen Wochen war die Bar in die Schlagzeilen geraten, weil Vermummte das Lokal gestürmt hatten.

Die Betreiber haben offenbar nur eine Erlaubnis für das Betreiben eines Imbisses. Eine Genehmigung für Barbetrieb liegt nicht vor. So habe schon vergangene Woche das Ordnungsamt mitgeteilt, dass nur in der Zeit von 10 bis 22 Uhr die Betreibung eines Imbisses gestattet sei. Geplant sei die Schließung noch in dieser Woche, steht auf der Facebook-Seite.

Der Betreiber setzt sich zurzeit in einem Eilverfahren vor dem Verwaltungsgericht gegen die angeblich von der Stadt verfügte Schließung zur Wehr. Denn laut Verwaltungsgericht hat die Stadt entgegen den Ankündigungen des Betreibers nicht vor, das Lokal zu schließen. Es sei lediglich eine Verfügung überstellt worden, in der die Betreiber aufgefordert werden, die Lärmschutzbedingungen einzuhalten. Die Verfügung sei auch nicht vom Ordnungsamt, sondern vom Umweltamt überstellt worden. Der Fachbereich ist für die Einhaltung der Immissionsgesetze verantwortlich. Unter anderem wird das Abspielen von Musik jeglicher Art untersagt. Wiederholt hatten sich Anwohner in der Vergangenheit beschwert. Bis es eine Entscheidung über den Eilantrag gibt, befindet sich das Verfahren im Schwebezustand. Warum die Betreiber dennoch von einer Schließung reden, bleibt unklar.

Die Nachricht vom Lokal-Aus verbreitet sich im sozialen Netzwerk Facebook unterdessen wie ein Lauffeuer. Unter der Nachricht stehen bereits Dutzende Kommentare. „Scheiß Bürokraten“, schreibt ein Nutzer. „Tschüss Cottbus“, ein anderer.

Vor allem bei Studenten ist das „Seitensprung“ ein Geheimtipp. Vor wenigen Wochen war die Bar allerdings in die Schlagzeilen geraten, weil Vermummte das Lokal gestürmt hatten. Elf Gäste wurden bei dem brutalen Überfall verletzt. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft dauern an. Laut Polizei stehe einer der Betreiber im Zentrum der Untersuchungen.