Noch stapeln sich die Kisten im Zimmer des Schulleiters. Der Computer steht zwar schon an seinem Platz, Monitor und Tastatur sind aber noch nicht angeschlossen. Für Schulleiter Andreas Käßner sind das Kleinigkeiten, solange sie das Gesamtprojekt nicht gefährden. In den vergangenen Tagen hat sich die Schlagzahl auf der Baustelle noch einmal erhöht.

Die Stadt spricht von der größten Bildungsinvestition der letzten 20 Jahre. 13,8 Millionen Euro wird am Ende die Sanierung des Gebäudes in der Erich-Weinert-Straße kosten. Sechs verschiedene Fördertöpfe habe die Stadt dafür angezapft, sagt Andreas Käßner. Rund acht Millionen Euro sind aus dem Stadthaushalt schließlich noch als Eigenmittel beigesteuert worden.

Beim Gang durch das Schulgebäude gerät der Schulleiter ins Schwärmen. Zum Beispiel über die Aula. "Endlich haben wir einen repräsentativen Saal, müssen nicht mehr auf andere Gebäude in der Stadt ausweichen", betont der Schulleiter.

In einem Klassenzimmer installiert Harald Lindner einen Beamer, der mit einer Tafel verbunden ist. Kreide hat im neuen Steenbeck ausgedient. Stattdessen beschreiben Lehrer und Schüler spezielle Tafeln. Alles, was auf dieser zu sehen ist, kann zeitgleich auf die angeschlossenen Computer übertragen werden. 40 dieser Whiteboards werden im Steenbeck installiert.

Eher konventionell geht es im Speisesaal zu. Dort sind derzeit vor allem Putzlappen und Eimer gefragt. Viola Noack und Renate Zick wienern die Küche auf Hochglanz. Sie werden ab der kommenden Woche dort nicht nur das Essen ausgeben, sondern viele Speisen selbst zubereiten. "Das war mir sehr wichtig", sagt Andreas Käßner.

Alle Räume im Gebäude sind für Schüler mit Handicap problemlos zu erreichen. In die oberen Etagen fahren Aufzüge. Für Andreas Käßner ein ganz wichtiges Kriterium: "Einzige Bedingung, um an unserer Schule lernen zu können, sollte eine erfolgreiche Aufnahmeprüfung sein", sagt er.