Oktober, soll um 18 Uhr auf dem Altmarkt protestiert werden. Von Verwaltung und Politik gebe es bisher keine Lösungsvorschläge, sagt Vereinschef Richard Schenker. Andere Kommunen hätten sich in dieser Frage hingegen in den vergangenen Monaten bewegt. Schenker verweist auf die Stadt Rheinsberg. In der 8000-Einwohner-Kommune ist erst vor wenigen Wochen entschieden worden, sich von der Beitragslösung zu verabschieden. Grundstückseigentümer, die bereits Beiträge bezahlt haben, bekommen jetzt ihr Geld zurück. Stattdessen werden die Gebühren für Wasser und Abwasser künftig höher. Auch in Elsterwerda ist entschieden worden, die Beitragslösung zu beerdigen.

Die derzeitige Regelung in Cottbus gefährde die Wirtschaftlichkeit der Unternehmen und den sozialen Frieden in der Stadt, heißt es vonseiten der FDP-Stadtverordnetenfraktion. In einem Antrag für die nächste Stadtverordnetenversammlung wird die Verwaltung aufgefordert, Altanschließern vorerst keine Bescheide mehr zu schicken und die Abwasser-Arbeitsgruppe zu reaktivieren, um nach Alternativen zu suchen.

Dafür plädiert auch Wolfgang Krüger, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Cottbus: „Was uns irritiert ist, dass Cottbus behauptet, das einzige rechtssichere Verfahren gefunden zu haben. Es gibt auch eine andere Praxis, ohne dass es zu solchen Verwerfungen geführt hat wie in Cottbus“, sagt er. Krüger plädiert dafür, auf dem Verhandlungsweg Lösungen für die Betroffenen zu finden. „Eine Altanschließer-Diskussion in dieser Schärfe gibt es nur in Cottbus. Es wird oftmals nicht der Ton getroffen“, sagt der IHK-Hauptgeschäftsführer.