Eröffnet wurde der 38. Cottbuser Musikherbst am vergangenen Samstag mit einem glanzvollen Konzert im ausverkauften Konzertsaal des Kunstmuseums Dieselkraftwerk Cottbus.

Zum ersten Mal haben Cottbuser und Berliner Künstler gemeinsam auf der Bühne gestanden, um neue Werke von Komponisten aus Berlin und der Lausitz vorzustellen.

Der Konzertabend wurde mit fünf Liedern des Bautzener Komponisten Jan Cy{zcaron} eröffnet, die meisterlich von der Berliner Mezzosopranistin Claudia Herr interpretiert wurden. Martin Schneuing war hier, wie auch bei allen anderen Gesangswerken des Abends, ein sehr sensibler Mitgestalter am Klavier. Im Mittelpunkt standen auch neue Werke von zwei weiteren sorbischen Komponisten.

Es erklang die „Fantasia con colore“ für Altsaxofon und Streichquartett von Ulrich Pogoda, vorgestellt von Lu Schulz und dem „Cottbuser Streichquartett“. Ebenfalls von diesem Kammermusikensemble wurde die Cottbuser Mandolinistin Betina Müller begleitet, die die „Ballata Mandolina“ von Detlef Kobjela zum ersten Male den begeisterten, teilweise von weither angereisten Musikfreunden, vorstellte. Lieder der Berliner Komponisten Samuel Tramin, Juliane Klein und Rainer Rubbert gaben diesem Konzertabend eine besondere Note. Zum Abschluss erklang die Uraufführung einer Komposition des Cottbuser Komponisten Hans Hütten für Altsaxofon und Streichquartett.

„Im Blickpunkt stehen in diesem Jahr insgesamt neun Uraufführungen, aber auch Konzerte mit vornehmlich Werken der Klassik und Romantik werden allen Musikfreunden wieder interessante Musikerlebnisse bieten“, so Intendant Bernd Weinreich nach dem gelungenen Abend. „Das Eröffnungskonzert war bereits ein guter Anfang, das hohe Niveau der Künstler und Kompositionen unserem Publikum bekannt zu machen.“

8. Oktober, 19.30 Uhr, Kunstmuseum Dieselkraftwerk, Gedenkkonzert zum Schaffen des polnischen Komponisten Bronislaw Kaziemierz Przybylski. Karten an der Abendkasse oder unter Telefon 0355 49494040.