Juli 2009 durch seine Heimatstadt Eilenburg in Sachsen und suchte ein Opfer. Er traf auf die neunjährige Corinna, die, nur wenige Schritte von ihrer Wohnung entfernt, zum Spielen nach draußen gegangen war. Das Mädchen überlebte die Begegnung mit dem blassen Mann nicht. Der arbeitslose Alkoholiker lockte die Neunjährige auf sein Gartengrundstück, missbrauchte und erwürgte sie. Ihre Leiche warf er in einen Flussarm. Das Landgericht Leipzig verurteilte den Täter am Mittwoch nach zweieinhalbwöchigem Prozess wegen Mordes, Missbrauchs und Vergewaltigung zu lebenslanger Haft. Totenbleich und das Gesicht im abgestützten Arm verborgen, lässt der Mann das Blitzlichtgewitter über sich ergehen. Auch während der Urteilsverkündung wagt er keinen Blick. Schweigend und scheinbar ungerührt hört er, was der Vorsitzende Richter sagt. "Es gibt keinerlei Zweifel an dem Sachverhalt und es gibt keinerlei Zweifel an der Schuldfähigkeit", so Hans Jagenlauf. Mehrfach betonte der Richter die große Brutalität, mit der der Täter gegen das Kind gewütet und die Schülerin nach ihrem Tod noch verstümmelt hatte. "Der Angeklagte ist des Mordes schuldig, dafür sieht das Gesetz lebenslang vor", sagte Jagenlauf. Die 1. Strafkammer stellte auch die besondere Schwere der Schuld fest. Damit kann der Mörder nicht darauf hoffen, nach 15 Jahren vorzeitig freizukommen. Außerdem muss er 50 000 Euro Schmerzensgeld an die Mutter von Corinna zahlen.