Zu diesem Schluss kommen die Unfallermittler, wie sie am Dienstag in der Hauptstadt Jakarta berichteten. 162 Menschen kamen am 28. Dezember ums Leben, als Flug QZ8501 des Billigfliegers auf dem Weg von Surabaya in Indonesien nach Singapur in die Javasee stürzte. Die meisten Opfer waren Indonesier.

Die Piloten hätten sich zwar an Hinweisen der Bordcomputer orientiert, sagte Chefermittler Mardjono Siswosuwarn. Das reiche aber nicht. Sie müssten für solche Notlagen besser geschult werden. Dennoch nahm er die beiden Piloten in Schutz: "Wir werden dies nie einen menschlichen Fehler nennen", sagte er. Allerdings dokumentiert der Bericht mehrere Pilotenfehler. Die Tragödie nahm ihren Verlauf in nur drei verhängnisvollen Minuten.

Die Maschine war ohne Notruf des Piloten 43 Minuten nach dem Start vom Radar verschwunden. Es dauerte Tage, bis das Wrack in der Javasee vor Borneo geortet wurde. Niemand überlebte. Über den Strömungsabriss berichtete der Verkehrsminister bereits im Januar nach Auswertung der Flugdatenschreiber. Der Pilot habe die Maschine wegen eines Gewitters zu schnell in die Höhe ziehen wollen. Im Wartungsbuch seien in den zwölf Monaten vor dem Unfall 23 Vorkommnisse mit dem Ruder dokumentiert gewesen.