Zwar konnte der Vorjahressieger, die Wasserfreunde Bautzen, noch die Auftaktpartie mit 8:5 gegen den späteren Turniersieger für sich entscheiden, doch patzte der Vorjahreserste zwei weitere Male, als gegen die HSG Leipzig lediglich ein 5:5 gelang und gegen Görlitz gar 4:6 verloren wurde. „Aber wir kommen immer wieder gern nach Spremberg zu diesem Senioren-Wettbewerb, bei dem man viele ehemalige Aktive früherer Meisterschaften wieder trifft“, so Adrian Werner, der Spielführer der Bautzener, die schließlich Dritter wurden.

Für die Hausherren blieb am Ende nur der letzte Rang im Sechserfeld. Zwar konnten elf Treffer erzielt werden, die 46 Gegentore wiesen am Ende aber doch erhebliche Deckungsdefizite nach. Drei Mal wurde gar zweistellig verloren (1:10 Bautzen, 1:11 Görlitz, 2:10 Chemnitz), das 5:7 in der Auftaktpartie gegen die HSG Leipzig war da noch das knappste der Resultate im Turnierverlauf.

Für Organisation-Chef Eckhardt Eichler gab es einen triftigen Grund für das diesmal mäßige Abschneiden des Ausrichters: „Unser Aufbauspieler Ernst Busch weilt im Urlaub und Angreifer Frank Pflug hat mit seinem Hausbau alle Hände voll zu tun. Ohne die beiden wichtigen Leute war einfach nicht mehr drin.“ Ein wenig Balsam auf die geschundenen Seelen der Spremberger war schließlich das Lob der Gastmannschaften für die erneut perfekte Ausrichtung des Wettbewerbs für die Seniorenwasserballer. Auch deshalb wird es in 2012 dieses Traditionsturnier erneut in Spremberg geben – dann auch wieder unter dem Dach des SC Spremberg.

Nach einigen internen Querelen haben sich die Wasserballer Anfang des Vormonats vom Schwimmverein Spremberg getrennt und sich dem SC Spremberg anschlossen, „Obwohl wir alle schon ein wenig in die Jahre gekommen sind, haben wir doch den Anspruch auf einen eher leistungsorientierten Sport. Wir absolvieren pro Jahr um die 15 Wettkämpfe in den Staffeln des sächsischen Raumes, dazu kommen zehn Spiele in der Brandenburg-Liga. Das können wir unter dem Dach des SCS besser organisieren und realisieren“, so das Argument des sportlichen Leiters, Eckhardt Eichler.