Der 53-Jährige war einer der meistgesuchten und gefährlichsten Verbrecher Italiens und wurde in Abwesenheit bereits dreimal zu lebenslanger Haft verurteilt.

Um den Mafia-Boss in seinem Geheimbunker zu fassen, mussten sich die Beamten durch eine dicke Decke aus Stahlbeton unter einem Wohnhaus in Casapesenna graben. „Ihr habt gewonnen. Der Staat hat gewonnen“, sagte Zagaria den Ermittlern bei seiner Festnahme. Innenministerin Anna Maria Cancellieri sprach von einem „großen Erfolg für den Staat“ und einem Schlag nicht nur gegen die Casalesi, sondern gegen die gesamte neapolitanische Camorra. Die Abgeordnete und Anti-Mafia-Expertin Laura Garavini wies darauf hin, dass der Gesuchte ausgerechnet in der Hochburg der Casalesi und an seinem letzten bekannten Wohnort verhaftet wurde. Es müsse untersucht werden, welchen Schutz der Gangsterboss in den vergangenen Jahren möglicherweise genossen habe.