Noch heute erinnern sich viele Konzertbesucher gern daran, wie sie zu DDR-Zeiten durch die Republik gepilgert sind und die Musik der Gruppe auf Kassettenrekordern mitgeschnitten haben. Die Band ,,Pusteblume" um Rainer und Margret ,,Mine" Friedrich und Jochen Ebert hat seit drei Jahrzehnten eine verschworene Fangemeinde. "Mine" Friedrich sagt: ,,Uns freut, dass nicht nur die ,Alten Fans' immer wieder kommen, sondern auch die jüngeren Generationen zu unserer Musik finden."Pusteblume aus Lichtenstein (Sachsen) hat sich im Jahr 1980 gegründet und ging aus der Band ,,Tre Corde" hervor, die es rund zehn Jahre lang gab. Musikalisch orientiert sich die Band stark an Neil Young, schreibt aber auch eigene Texte. Die Band feiert in diesem Jahr 30-jähriges Bestehen und arbeitet an ihrer neuen CD. Große Fans der Band sind der Hornower Roland Zaroban (51) und Frau Christina. ,,Irgendwann, so um 1986/87 war ich beim ersten Konzert der Gruppe. Drei Jahre waren wir jetzt nicht mehr in Cantdorf, nun musste es einfach mal wieder klappen", sagt Roland Zaroban. Die Musikrichtung stimme, es sei ehrliche und handgemachte Musik. Sogar Enkeltochter Pia (4) stehe auf ,,Pusteblume". Den Song ,,Karl der Käfer" finde sie ganz toll, erzählen Zarobans. Auch Andreas Muthke (51) und seine Frau Elvira kennen die Band noch aus Jugendtagen. "Gut, dass sich die Truppe so lange gehalten hat. Einmal im Jahr müssen wir zum Konzert. Meine Frau ist da die treibende Kraft, sie würde notfalls allein hingehen. Der Musikstil ist gut und uns gefällt das alte Flair. Es ist wie zu DDR-Zeiten, Kult eben", sagt Andreas Muthke. Etwas vom alten Charme hat auch die Gaststätte ,,Zur Linde" um Chef Udo Kantor bewahrt, immer eine Bank für gute Konzertabende. Detlef Bogott